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Sarah Pierce (Kate Winslet) füllt das Leben als Hausfrau und Mutter nicht aus. Zudem hat sie sich von ihrem Ehemann Richard entfremdet. Bald lernt sie Brad (Patrick Wilson) kennen, mit dem sie eine leidenschaftliche Affäre beginnt. Doch Brad hat seine ganz eigenen Probleme. Er findet sich nämlich nicht mit der Realität ab, sondern träumt immer noch von seiner Jugend. Indessen macht es sich Ex-Cop Larry (Noah Emmerich) zur Aufgabe, den aus dem Gefängnis entlassenen Exhibitionisten Ronnie (Jackie Earle Haley) zu schikanieren. Ein Todesfall öffnet schließlich allen beteiligten Personen die Augen.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Obwohl „Little Children“ über zwei weitgehend unabhängig voneinander existierende Handlungsstränge verfügt, ist es fraglos die Figur der Sarah Pierce, die im Mittelpunkt des Geschehens steht. Als psychologische Studie über eine Frau, die im Begriff ist, aus ihrem Leben auszubrechen, versteht sich der Film aber dennoch nicht. „Little Children“ zeichnet nämlich ein sehr viel allgemeingültigeres Bild, in dem die Figuren symbolträchtig für die Sinnsuche einer ganzen Generation stehen. Und Regisseur Todd Field hat genau dieses derart virtuos in seinem Drama umgesetzt, dass es den interessierten Cineasten durchaus wundern könnte, warum der Film trotz dreier Oscar-Nominierungen im Jahre 2007 heutzutage eher ein Schattendasein fristet.

Angesichts des grandios agierenden Casts und des stimmigen Drehbuchs verdient es der Film nämlich, eingehendere Erwähnung zu finden, wird über die besten Dramen der vergangenen Jahre sinniert. Dass der Film allerdings nur etwas für Cineasten ist, die etwas mit Filmen anfangen können, die sich in einer ruhigeren Gangart bewegen, versteht sich dabei natürlich von selbst.

„Little Children“ gehört zu jenen Filmen, die man erst für sich entdecken muss. Wir können allerdings nur empfehlen, sich beim nächsten Gang in die Videothek ein bisschen genauer umzusehen, um den Film ausfindig zu machen. Denn gerade die eher kleinen Filme sind es oftmals, für die es sich lohnt, bei stickiger Luft und fragwürdiger Musik ausgiebig auch die unteren Regalfächer genauer unter die Lupe zu nehmen.


Daten:

USA 2006, 130 Minuten, FSK: 16
Regie: Todd Field
Genre: Drama | Romanze
Darsteller: Kate Winslet, Patrick Wilson, Jennifer Connelly, uvm.


Für Fans von:

Zeiten des Aufruhrs, Auf der anderen Seite, Der Vorleser


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,8 von 10
moviepilot.de: 8,0 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Die Vergangenheit kann man nicht mehr ändern, die Zukunft allerdings kann ganz anders werden. Und irgendwo muss es ja anfangen.“

„Der melancholische Händedruck um 4 im Tausch gegen das kleine Fleckchen Wiese, ein wenig Sonnencreme und Gesellschaft.“

„Wir alle sind Wunder! Und weißt du wieso? Weil wir Menschen jeden Tag das tun, was wir tun müssen. Und während all der Zeit wissen wir, wir alle wissen, dass die Dinge die wir lieben, Menschen die wir lieben, dass uns all das jederzeit genommen werden kann. Wir leben in diesem Wissen und machen trotzdem weiter.“



Auszeichnungen:

  • 3 Nominierungen bei der Oscarverleihung 2007
  • Zur Verleihung der Golden Globes 2007 war der Film dreimal nominiert
  • Bei den BAFTA-Awards 2007 war Kate Winslet als Beste Hauptdarstellerin nominiert.
  • Todd Field war für einen Gotham Award 2006 in der Kategorie Bester Film nominiert



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Todd Field:

1992: Too Romantic
1993: Delivering
1993: When I Was a Boy
1993: The Dog
1995: Nonnie & Alex
1999: Nochmal mit Gefühl
2001: In the Bedroom