fGqjRKtHI_A
Bewerte diesen Film
schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 6,95 von 10 (88x bewertet)
Loading...

Ann (Sarah Polley) ist 23 und hat Krebs. Die Ärzte machen ihr keine Hoffnungen und geben ihr noch zwei Monate zu leben. Ann findet sich damit ab und entscheidet, ihrem Ehemann Don nichts von ihrem baldigen Tod zu erzählen. Zudem beschließt sie, in den verbleibenden Wochen Dinge zu tun, die sie sonst nicht getan hätte. Dazu zählt u. a., dass sie Sex mit einem anderen Mann haben will, da Don ihr bisher einziger sexueller Kontakt war. Darüber hinaus legt sie es darauf an, dass sich ein Mann in sie verliebt.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Regisseurin Isabel Coixet stand mit „Mein Leben ohne mich“ wahrlich keine leichte Aufgabe bevor. Denn eine sterbende junge Frau in den letzten Wochen ihres Lebens portraitieren zu wollen, ist zweifellos eine schwierige Angelegenheit. Denn Tränendrüsen-Klischees lauern hinter jeder Ecke und lassen die Inszenierung zu einem echten Wagnis werden. Bemerkenswert ist aber, dass Coixet beinahe alle gefährlichen Klippen mit einer gewissen Leichtigkeit umschifft und „Mein Leben ohne mich“ keineswegs zu einem Rührstück ohne Substanz verkommen ließ. Anns leiser Abschied vom Leben entwickelt nämlich mit fortschreitender Spieldauer eine geradezu tröstliche Atmosphäre, die allerdings ohne aufgesetzte Sentimentalität auskommt. Dabei überzeugt vor allem das zurückhaltende Spiel von Sarah Polley, die ihrer Figur bei aller Traurigkeit eine würdevolle Stärke verleiht. Nicht umsonst erregte „Mein Leben ohne mich“ Zeit seines Erscheinens aufgrund seiner intelligenten Inszenierung bei Kritikern und Cineasten für Aufsehen.

Filme, in denen die Emotionalität im Vordergrund steht, geraten schnell in den Verruf, Filme ausschließlich für Frauen zu sein. „Mein Leben ohne mich“ ist aber vielmehr ein Film für anspruchsvolle Kino-Fans, die sich nicht davor scheuen, wenn Filme das Herz berühren. Übrigens: Wer beim Thema bleiben und sich ein abschreckendes Beispiel anschauen will, dem sei „Es begann im September“ mit Richard Gere und Winona Ryder „empfohlen“. Eindringlicher kann man die Qualität von „Mein Leben ohne mich“ nämlich nicht beweisen.


Daten:

Spanien, Kanada 2003, 102 Minuten, FSK: 6
Regie: Isabel Coixet
Genre: Drama | Romanze
Darsteller: Mark Ruffalo, Sarah Polley, Amanda Plummer, uvm.


Für Fans von:

American Beauty, Das Streben nach Glück, Vincent will meer


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.6 von 10
moviepilot.de: 8,1 von 10


Auszeichnungen:

  • Preis der Gilde Deutscher Filmkunsttheater auf der Berlinale 2003
  • Nominiert für den Goya 2004
  • 2004 gewann Sarah Polley einen Genie Award als beste Hauptdarstellerin



Mein Leben ohne mich bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Isabel Coixet (Auszug):

2005: Das geheime Leben der Worte
2006: Paris, je t’aime
2007: Invisibles
2008: Elegy oder die Kunst zu lieben
2009: Eine Karte der Klänge von Tokio