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Der homosexuelle Bürgerrechtler Harvey Milk (Sean Penn) steigt in San Francisco der 70er Jahre zum wichtigsten Fürsprecher der Schwulenbewegung auf. Er beschließt, Politiker zu werden und kandidiert für das Parlament. Allerdings stößt er zu Beginn seiner Karriere auf großen Widerstand und scheitert mit diversen Kandidaturen. Schließlich kann er Stadtrat werden und engagiert sich für die Gleichberechtigung homosexueller Arbeiter. Für Aktivist Cleve (Emile Hirsch) wird Milk zum Idol, der sich als erster bekennender homosexueller Politiker der USA einen Namen macht. Doch bald gerät Milk ins Fadenkreuz von Dan White (Josh Brolin).

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Regisseur Gus Van Sant hat sich in seiner Karriere bereits in verschiedenste Richtungen ausprobiert. Arthaus-Filme wie „Last Days“ oder „Gerry“ gehören genauso zu seinem Oeuvre wie kommerziell ausgerichtete Werke à la „Good Will Hunting“. Mit „Milk“ hat Van Sant abermals einen neuen Weg bestritten und sein erstes Biopic gedreht. Dass die Biographie über den schwulen Politiker Harvey Milk dabei zu den besten Filmen seiner gesamten Filmographie zu zählen ist, verwundert nicht. Schließlich dürfte dem selbst homosexuellen Van Sant vieles daran gelegen haben, seinem Portrait über einen der wichtigsten Vertreter der US-amerikanischen Schwulenbewegung das gewisse Etwas zu verleihen.

Und dank eines (wie immer) hervorragend agierenden Sean Penn, der sich mit aller nötigen Leidenschaft seiner Figur verschreibt, funktioniert „Milk“ so, wie sich das Van Sant vorgestellt haben dürfte – nämlich als mitreißendes Plädoyer für die Gleichberechtigung, das trotz aller (notwendigen) Moralitäten ungemein unterhaltsam bleibt. Besser könnte ein Politiker-Biopic demnach kaum sein.

Obwohl Sean Penn in der Rolle des Harvey Milk glänzt und fraglos eine der eindrucksvollsten Vorstellungen seiner Karriere abgeliefert hat, rümpft der eine oder andere Cineast bis heute die Nase darüber, dass Penn 2008 den Oscar für die beste Hauptrolle erhielt. Im selben Jahr war nämlich Mickey Rourke für seine berührende Vorstellung in „The Wrestler“ nominiert und galt bei den meisten Cineasten als Favorit.


Daten:

USA 2008, 127 Minuten, FSK: 16
Regie: Gus Van Sant
Genre: Biographie | Drama | Geschichte
Darsteller: Sean Penn, Josh Brolin, Emile Hirsc, uvm.


Für Fans von:

My Private Idaho, A Single Man, Frost/Nixon


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,8 von 10
moviepilot.de: 7,9 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Ich bin das Kind heterosexueller Eltern und wurde von heterosexuellen Lehrern in einer zutiefst heterosexuellen Gesellschaft unterrichtet, wieso also bin ich dann homosexuell?“

„Die Polizei hasste uns und wir hassten die Polizei. Sie kamen, griffen uns an und schlugen uns, nur so zum Spaß, aber sie konnten uns nicht aufhalten.“

„Ich weiß ihr seid wütend! Ich bin wütend! Gehen wir raus auf die Straßen von San Fransisco und teilen unsere Wut!“



Auszeichnungen:

  • 2008: Fünf Nominierungen bei den Satellite Award
  • 2009: Ausgezeichnet mit dem Oscar in der Kategorie Bester Hauptdarsteller und Bestes Original-Drehbuch
  • 2009: Nominiert in der Kategorie Bester Hauptdarsteller bei den Golden Globes



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Gus Van Sant (Auszug):

1997: Good Will Hunting
1998: Psycho
2000: Forrester – Gefunden!
2002: Gerry
2005: Last Days
2006: Le Marais
2007: Paranoid Park