zYifReJJn4M
Bewerte diesen Film
schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 6,96 von 10 (140x bewertet)
Loading...

Gangsterboss Leo (Albert Finney) steht vor einer schwierigen Entscheidung: Ganove Johnny (Jon Polito) bittet bei ihm um die Erlaubnis, Rivale Bernie (John Turturro) erledigen zu dürfen. Als Leo trotz der Bedenken seines Beraters Tom (Gabriel Byrne) ablehnt, gerät die Situation außer Kontrolle. Denn in der Folge kommt heraus, dass Tom ein Verhältnis mit Bernies Schwester hat, die eigentlich mit Leo liiert ist. Nach dem folgenden Streit schließt sich Tom Johnny an und erhält den Auftrag, Bernie ein für alle Mal zu eliminieren. Doch Tom hat eigene Pläne.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Bei all den sehenswerten Filmen, welche die Coen-Brüder in ihrer Filmografie zu bieten haben, ist es nicht unbedingt ein vernichtendes Zeichen, dass „Miller’s Crossing“ nicht unbedingt zu den berühmtesten Werken des Bruder-Paares zählt. Dabei hat der skurrile Gangsterfilm so einiges zu bieten, was ihn den Vergleich mit anderen Coen-Werken durchaus bestehen lässt. Denn nicht nur Schauspieler wie John Turturro, Steve Buscemi oder Francis McDormand, die in verschiedensten Coen-Filmen ihr zumeist komisches Unwesen treiben, sind mit von der Partie, sondern vor allem die verwickelte, zitatreiche Story samt kuriosen Figuren ist es, die für beste Unterhaltung sorgt.

Im Gegensatz zu späteren Werken der Coens kommt „Miller’s Crossing“ dabei allerdings wesentlich seriöser daher und hat mehr den Anspruch, eine ernstzunehmende Gangsterfilm-Hommage zu sein als irgendetwas anderes. Dabei hält sich der Film in so mancher Szene nicht mit expliziter Gewaltdarstellung zurück, die insgesamt weniger satirische Züge trägt als in späteren Filmen der Coens.

Aufgrund der komplexen Story, in der alle handelnden Figuren mit verdeckten Karten spielen, nötigt „Miller’s Crossing“ dem Zuschauer durchaus ein gehöriges Maß an Aufmerksamkeit ab. Denn wer einmal verpasst, aus welchen Motiven die Protagonisten ihre Entscheidungen treffen, wird die große Schlusswendung des Films wohl nicht mehr in ihrem vollen Umfang honorieren können. Das Coen-Frühwerk sei deshalb jedem empfohlen, der knapp 120 Minuten bei der Sache bleiben kann und darüber hinaus abseits von den üblichen Gangsterfilmen à la Coppola und Scorsese etwas Abwechslung verträgt.


Daten:

USA 1990, 115 Minuten, FSK: 16
Regie: Joel Coen
Genre: Krimi | Drama | Thriller
Darsteller: Gabriel Byrne, Marcia Gay Harden, John Turturro, uvm.


Für Fans von:

Goodfellas, Road to Perdition, Departed – Unter Feinden


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,0 von 10
moviepilot.de: 8,0 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5


Filmzitate:

„Gib endlich zu, dass du ein Herz hast, selbst wenn es vielleicht noch so schwach und klein ist, und du nicht weißt, wann du es zuletzt benutzt hast.“

„Nichts ist lächerlicher als ein Mann, der seinem Hut hinterher rennt.“

„Wenn ich geahnt hätte, daß wir unsere Gefühle in Worte fassen, dann hätte ich ein paar Gedichte für dich geschrieben.“



Auszeichnungen:

  • 1991: Kritikerpreis des Yubari International Fantastic Film Festivals
  • 1990: Silver Seashell des San Sebastián International Film Festivals



Miller’s Crossing bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Ethan und Joel Coen (Auszug):

1991: Barton Fink
1994: Hudsucker – Der große Sprung
1996: Fargo
2004: Ladykillers
2006: Paris, je t‚aime
2007: No Country for Old Men
2008: Burn After Reading
2009: A Serious Man
2010: True Grit