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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,14 von 10 (362x bewertet)
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Nach der Scheidung seiner Eltern steht der kleine Nemo Nobody (später Jared Leto) vor der Entscheidung, ob er bei seiner Mutter oder seinem Vater leben will. Um abschätzen zu können, welche Entscheidung die richtige für ihn ist, „spult“ er sein Leben vor und trifft während den unterschiedlichen Lebensentwürfen auf verschiedene Frauen, die sein Glück auf maßgebliche Art und Weise beeinflussen. Letztlich läuft es darauf hinaus, dass Nemo mit Anna (Diane Kruger), Elise (Sarah Polley) und Jeanne (Linh Dan Pham) drei Varianten seiner Existenz durchlebt.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Hä? Leben vorspulen? Verschiedene Varianten einer Existenz durchleben? Das klingt aber irgendwie so gar nicht nach romantischer Komödie à la Hollywood. Dabei bieten doch der schöne Jared Leto, die kesse Sarah Polley und die anregende Diane Kruger beste Voraussetzungen für ein harmloses Liebesgeplänkel der Marke „Mir doch egal“. Eigentlich. „Mr. Nobody“ hat allerdings genauso wenig mit „romantischer Komödie“ wie mit Hollywood zu tun. Jaco Van Dormaels SciFi-Drama ist nämlich eine europäische Co-Produktion (plus Kanada) und mindestens so weit entfernt vom kalifornischen Sonnenstaat wie ein Eisbär.

Trotz bekannter Hollywood-Mimen versprüht „Mr. Nobody“ demnach keinen Plastik-Charme, sondern nähert sich auf ungemein interessanten Sohlen philosophischen Themen an, die gleichzeitig kaum unterhaltsamer anmuten könnten. Dabei erinnert der Film zuweilen umrissartig an eine Mischung aus „(500) Days of Summer“ und „Butterfly Effect“, übertrifft beide allerdings sowohl in Sachen Komplexität als auch Anspruch. „Mr. Nobody“ fügt sich damit in die aktuelle Tradition großer europäischer Gemeinschaftsproduktionen und funktioniert neben der emotionalen Basis ebenso auf intellektueller Ebene. Wer auf unkonventionelle Herangehensweisen steht und mit anders gestrickten Filmen nicht auf Kriegsfuß wandelt, der sollte es daher unbedingt auf einen Versuch mit „Mr. Nobody“ ankommen lassen.

Regisseur Jaco Van Dormael hat mit „Mr. Nobody“ erst seinen dritten Kino-Film gedreht und gehört damit nicht gerade zu den Akkord-Arbeitern des Fachs. Seine beiden anderen Filme „Toto der Held“ (1991) und „Am achten Tag“ (1996) beweisen allerdings, dass Talent in diesem Fall nichts mit Geschwindigkeit zu tun hat.


Daten:

USA 2010, 138 Minuten, FSK: 16
Regie: Jaco Van Dormael
Genre: Drama | Fantasy | Romanze | Sci-Fi
Darsteller: Jared Leto, Sarah Polley, Diane Kruger, uvm.


Für Fans von:

Ziemlich beste Freunde, Vergiss mein nicht!


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,8 von 10
moviepilot.de: 7,4 von 10
Filmstarts.de: 3,5 von 5


Filmzitate:

„Eines weiß ich genau; ich glaube es ist wichtig zu sagen ich liebe dich, wenn man jemanden liebt – Ich liebe dich.“

„Es gibt kein Zurück. Deshalb ist es so schwer sich zu entscheiden. Man muss die richtige Entscheidung treffen. Solange man sich nicht entscheidet, bleiben alle Möglichkeiten offen.“

„Ich habe keine Angst vorm sterben. Ich habe nur Angst ich habe nicht genug gelebt.“



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Jaco Van Dormael:

1991: Toto der Held m
1996: Am achten Tag