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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,50 von 10 (84x bewertet)
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Nach einem Autounfall wandert eine junge Frau (Laura Hanning) desorientiert durch die Gegend und flüchtet sich schließlich in eine scheinbar verlassene Wohnung. Doch am nächsten Tag öffnet Betty Elms (Naomi Watts) die Tür und ist überrascht, die Fremde, die sich fortan als Rita ausgibt, vorzufinden. Nach anfänglichem Misstrauen beginnt Rita von ihrer Odyssee zu berichten und weckt damit Bettys Interesse. In der Folge versuchen die beiden Frauen, dem Geheimnis um Ritas Identität auf die Spur zu kommen und öffnen damit die Büchse der Pandora.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Soweit zur einigermaßen klaren Ausgangsposition von „Mulholland Drive“. Das ist dann aber auch alles, was David Lynchs kryptisches Meisterwerk an Klarheit zu bieten hat. Sind nämlich erst einmal die Figuren eingeführt und die wenigen Storyfundamente betoniert, nimmt der Film geradewegs die nächste Abzweigung ins geheimnisvolle Film-Universum des David Lynch, aus dem es zumindest kein logisch-rationales Entrinnen zu geben scheint. Denn um es auf den Punkt zu bringen: „Mulholland Drive“ ist kein klassischer Hollywood-Film. „Mulholland Drive“ ist nicht einmal ein klassischer Spielfilm. Einen letztlich tatsächlich nachvollziehbaren Plot gibt es nämlich nicht und spätestens, wenn sich im letzten Teil des Films die Identitäten der Figuren ins Absurde verkehren, dürfte so manch ein Film-Fan ratlos und verzweifelt zurückbleiben.

So ist der Film in erster Linie für Cineasten gedacht, die herausgefordert werden wollen, in einem letztlich unfairen Gefecht gegen einen monströsen, hinterhältigen, gewissenlosen Film, der im ersten Moment vorgibt, ein Verwirrspiel zu sein, am Ende jedoch Verwirrung in seiner Reinform ist und damit dramaturgisch komplexen Vorgängern wie „Lost Highway“ auf bösartige Art und Weise überlegen scheint. Wer also bloß einen Film anschauen will, dem können wir von „Mulholland Drive“ nur abraten. Wer aber eine Ahnung vom Denken und Wirken des David Lynch erhaschen möchte, der trifft mit „Mulholland Drive“ auf dessen mysteriöse Essenz, die jeder Cineast für sich selbst ergründen muss – auf eigene Gefahr, versteht sich.


Daten:

USA/FR 2001, 141 Minuten, FSK: 16
Regie: David Lynch
Genre: Drama | Mystery | Thriller
Darsteller: Naomi Watts, Laura Elena Harring, Justin Theroux, uvm.


Für Fans von:

Lost Highway, Wild at Heart


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,0 von 10
moviepilot.de: 7,8 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
moviemaze.de: 92 von 100%


Filmzitate:

„Ahh.. irgendwas hat mich schlimm gebissen!“

„Eines Mannes Einstellung hat einiges damit zu tun, wie sein Leben sein wird.“

„Sie erscheinen in beiden Träumen. Und Sie haben auch Angst. Ich habe noch mehr Angst, wenn ich sehe, wie sehr Sie sich fürchten.“



Auszeichnungen:

  • Eine Nominierung bei der Oscar-Verleihung 2002
  • Vier Nominierungen bei den Golden Globe Awards 2001
  • Eine Auszeichnung bei den Filmfestspielen von Cannes 2001



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Weitere Filme von David Lynch (Auszug):

1977: Eraserhead
1986: Blue Velvet
1990–91: Twin Peaks
1990: Wild at Heart
1992: Twin Peaks – Der Film
1997: Lost Highway
1999: The Straight Story
2009: My Son, My Son, What Have Ye Done
2012: Meditation, Creativity, Peace