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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,83 von 10 (200x bewertet)
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Dave (Tim Robbins), Jimmy (Sean Penn) und Sean (Kevin Bacon) sind alte Jugendfreunde. Als Jimmys Tochter ermordet wird, übernimmt Cop Sean die Ermittlungen und hat bald Dave in Verdacht, der in seiner Kindheit von zwei Männern vergewaltigt wurde und seitdem an Depressionen leidet. Dave verstrickt sich in immer entlarvendere Widersprüche und gilt bald als Hauptverdächtiger. Als Jimmy davon erfährt, nimmt er sich vor, die Wahrheit selbst herauszufinden und lockt Dave in einen Hinterhalt. Doch die Dinge scheinen auf den ersten Blick klarer als sie tatsächlich sind.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

So mancher Regisseur hätte aus „Mystic River“ wohl ein verwirrendes Melodram werden lassen, dem zu folgen wohl niemand anderes in der Lage gewesen wäre als der Drehbuchautor. Die Geschichte, in der jeder der drei Hauptcharaktere seinen eigenen Hintergrund hat, welcher im Gesamtzusammenhang eine gewichtige Rolle spielt, mutet nämlich durchaus komplex an. Nur gut, dass Clint Eastwood Regie geführt hat. Denn wie gewohnt dröselt Eastwood die Geschehnisse wohltuend konservativ auf, so dass es keine besondere Schwierigkeit darstellt, der Inszenierung in ihrer Vielschichtigkeit zu folgen.

Dass dabei vor allem Tim Robbins und Sean Penn ihren Teil dazu beitragen, dem Film das gewisse Etwas zu verleihen, dürfte ebenso wenig überraschen. Beide haben nämlich mehr als einmal unter Beweis gestellt, dass sie ihren Figuren die nötige Glaubwürdigkeit verleihen, die es braucht, damit ein Film seine volle Wirkung erzielen kann. „Mystic River“ überzeugt demnach auf ganzer Linie und gehört zweifellos zu den besten Regie-Arbeiten von Clint Eastwood.

Wer auf der Suche nach einem actiongeladenen „Wer ist der Killer?“-Film ist, der wäre wohl mit „Mystic River“ eher schlecht beraten. Der Film versteht sich nämlich mehr als emotionale Charakterstudie, in der die Untiefen der Protagonisten-Persönlichkeiten im Vordergrund stehen. Und das ist auch gut so. Denn „Wer ist der Killer?“-Filme gibt es wie Sand am Meer. Einzigartige Werke wie „Mystic River“ gehören hingegen zu den seltenen Erscheinungen der US-amerikanischen Filmlandschaft.


Daten:

USA 2003, 132 Minuten, FSK: 16
Regie: Clint Eastwood
Genre: Krimi | Drama | Mystery | Thriller
Darsteller: Sean Penn, Tim Robbins, Kevin Bacon, uvm.


Für Fans von:

Sleepers, L.A. Confidential, L.A. Crash


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.9 von 10
moviepilot.de: 7,7 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Hast du je darüber nachgedacht, wie eine kleine Entscheidung ein ganzes Leben verändern kann? Ich hab gehört, Hitlers Mutter wollte ihn abtreiben. Im letzten Moment hat sie sichs anders überlegt.“

„Es gibt Orte, die uns zu dem gemacht haben was wir sind.“

„Vielleicht wachst du einies Tages auf und hast vergessen ein Mensch zu sein.“

„Manchmal denke ich es ist alles nur ein Traum.“



Auszeichnungen:

  • Oscar in der Kategorie Bester Schauspieler und Bester Nebendarsteller
  • Golden Coach für Clint Eastwood bei den Filmfestspielen von Cannes
  • César als Bester ausländischer Film
  • Außerdem wurde der für 6 Oscars, 5 Golden Globes und 4 BAFTAs nominiert



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Weitere Filme von Clint Eastwood (Auszug):

1992: Erbarmungslos
1993: Perfect World
1997: Absolute Power
2002: Blood Work
2003: Mystic River
2004: Million Dollar Baby
2006: Flags of Our Fathers
2006: Letters from Iwo Jima
2008: Gran Torino
2008: Der fremde Sohn
2009: Invictus – Unbezwungen
2010: Hereafter – Das Leben danach
2011: J. Edgar