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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,44 von 10 (633x bewertet)
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Llewelyn Moss (Josh Brolin) stößt in der texanischen Wüste zufällig auf den Schauplatz eines offenkundig missglückten Drogendeals. Neben einer Vielzahl von Leichen findet er einen Koffer voller Geld und beschließt, die zwei Millionen Dollar an sich zu nehmen. Doch in der Folge bekommt er lebensgefährliche Probleme. Denn abgesehen von mexikanischen Gangsterbanden sitzt ihm bald der eiskalte Killer Anton Chigurh (Javier Bardem) im Nacken, der vor keiner Brutalität Halt macht, um an das Geld zu kommen. Zudem heftet sich Sheriff Ed Bell an Moss` Fersen und versucht, den Fall aufzuklären.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Konnten sich Joel und Ethan Coen in den 90er Jahren und in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts vornehmlich mit eigenwilligen Satiren profilieren, in denen die Protagonisten zumeist derart absurde Züge trugen, dass so mancher Cineast ein Dostojewski’sches „Nanu!“ nicht zu unterdrücken imstande war, wirkte das 2007 fabrizierte „No Country for Old Men“ auf den ersten Blick wie die bewusste Irreführung des Lebowski-gewöhnten Zuschauers. Der Film nimmt sich nämlich insbesondere in den Anfangsminuten die beinahe unverfroren wirkende Freiheit, eine bizarre Langsamkeit an den Tag zu legen, die sich zwar mit zunehmender Spieldauer legt, jedoch in ausgewählten Szenen immer wieder aufs Neue zu Tage tritt.

Dass es sich bei „No Country for Old Men“ nicht um eine zotige Satire handelt, sondern um einen auf absurder Flamme köchelnden (Anti-)Thriller, dürfte dem einen oder anderen altgedienten Kino-Freund allerdings erst zur Mitte des Films klar werden. Denn trotz alltäglicher Ingredienzien (Kohle, Killer, Cops) verwehrt sich das Meisterwerk einer eindeutigen Genrezugehörigkeit und ist somit mal wieder ein waschechter Coen – nämlich auf sonderbare Art und Weise schlichtweg großartig.

Mal abgesehen davon, dass „No Country for Old Men“ die Coens endgültig in die erste Reihe Hollywoods katapultierte, beschreibt der Film nicht zuletzt einen Wendepunkt im kreativen Wirken des Bruderpaares. Spätere, groß aufgezogene Hollywood-Coen-Epen wie „True Grit“ wären ohne den Erfolg von „No Country for Old Men“ nämlich kaum denkbar gewesen.


Daten:

USA 2007, 122 Minuten, FSK: 16
Regie: Ethan und Joel Coen
Genre: Krimi | Drama | Thriller
Darsteller: Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, uvm.


Für Fans von:

Fargo, Miller’s Crossing, Barton Fink


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,2 von 10
moviepilot.de: 8,2 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Sie haben hineingeheiratet?“

„Was glauben Sie, Sheriff, warum waren die Koyoten nicht an denen dran?“

„Er ist nur ’n Typ, der mein Geld gefunden hat.“



Auszeichnungen:

  • 8 Nominierungen bei den Oscars 2008
  • Bester FIlm bei den Oscars 2008
  • 4 Nominierungen bei den Golden Globe Awards 2008



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Ethan und Joel Coen (Auszug):

1990: Miller’s Crossing
1991: Barton Fink
1994: Hudsucker – Der große Sprung
1996: Fargo
1998: The Big Lebowski
2000: O Brother, Where Art Thou?
2001: The Man Who Wasn’t There
2006: Paris, je t’aime
2007: No Country for Old Men
2009: A Serious Man
2010: True Grit