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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,93 von 10 (835x bewertet)
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Der faschistische Hauptmann Vidal (Sergi López), der in den Bergen gegen Partisanen kämpft, erwartet seine neue Ehefrau Carmen (Ariadna Gil) und seine Stieftochter Ofelia (Ivana Baquero) in seiner am Waldrand gelegenen Festung. Auf dem Weg begegnet Ofelia einer Fee, die sie zum Wächter Pan bringt, der in Ofelia die verschollene Prinzessin seiner Welt zu sehen glaubt. Zum Beweis erlegt er ihr drei Prüfungen auf, die Ofelia in eine von dämonischen Wesen bewohnte Welt führen. Indessen versorgt die Dienerin Mercedes die Partisanen mit Nahrung und wähnt sich unentdeckt.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Um eines vorweg klarzustellen: „Pans Labyrinth“ ist trotz Fabelwesen und umher fliegender Feen kein Kinderfilm. Spätestens wenn Hauptmann Vidal zu Beginn des Films einem Bauer den Kopf zertrümmert, sollte jeder begreifen, dass es sich beim Film von Guillermo del Toro eher um ein düsteres Märchen handelt. Denn sowohl der in der realen Welt spielende Handlungsstrang um den Kampf der Partisanen gegen die faschistischen Truppen als auch jener um die magische Welt der kleinen Ofelia bietet ausreichend Gelegenheit, den Zuschauer teils mit brutalen, teils mit furchteinflößenden Szenen erschauern zu lassen.

Dabei bleibt vor allem die bedrohliche Atmosphäre der Pan-Welt in Erinnerung, die mehr an einen Horrorfilm erinnert als an Hänsel und Gretel. Dass beide Handlungsstränge zunächst scheinbar unabhängig voneinander ihren jeweiligen Zielen entgegenstreben, jedoch mit der Zeit zu einem Ganzen verwachsen, stellt ebenso eine Qualität des Films dar, der zweifellos zu den kreativsten und außergewöhnlichsten Werken des letzten Filmjahrzehnts zu zählen ist.

Obwohl „Pans Labyrinth“ mit Märchen-Anleihen und Mut zum unbedingten Eigensinn auf den ersten Blick den einen oder anderen Film-Fan sicherlich mit der Stirn runzeln lässt, lohnt der zweite Blick umso mehr. Denn wer sich auf den schauerlichen Trip in die Untiefen der düsteren Märchenwelt einlassen kann, wird mit einem Film belohnt, der weit mehr ist als ein einfaches Fantasy-Abenteuer für Erwachsene.


Daten:

Spanien, Mexiko 2006, 119 Minuten, FSK: 16
Regie: Guillermo del Toro
Genre: Drama | Fantasy | Mystery | Thriller
Darsteller: Ivana Baquero, Sergi López, Doug Jones, uvm.


Für Fans von:

Brothers Grimm, 12 Monkeys, Sleepy Hollow, The Fall


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,4 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5
moviepilot.de: 8,1 von 10


Filmzitate:

„Ich bin kein schwer Verletzter und auch kein alter Mann du dreckiger Bastard. Lass blos das Mädchen in Ruhe. Du bist nicht das erste Schwein, das ich abschlachte“

„Es heißt, dass vor langer, langer Zeit im unterirdischen Reich, da wo es weder Lüge noch Schmerz gibt, eine Prinzessin lebte, die von der Welt der Menschen träumte. „

„Wieso sollte ich Euch belügen? Ich bin doch nur ein armer Pan.“



Auszeichnungen:

  • Oscars 2007: Gewinner in den Kategorien Beste Kamera, Bestes Szenenbild und Bestes Make-up
  • BAFTA-Award 2007: Gewinner in den Kategorien Beste Kostüme, Bestes Make-up und Bester nicht-englischsprachiger Film
  • Saturn Awards 2007: Gewinner in den Kategorien Bester internationaler Film und Best Performance by a Younger Actor



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Weitere Filme von Guillermo del Toro:

1993: Cronos
1997: Mimic – Angriff der Killerinsekten
2001: The Devil’s Backbone
2002: Blade II
2004: Hellboy
2007: Das Waisenhaus
2008: Hellboy – Die goldene Armee