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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,12 von 10 (415x bewertet)
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Henri „Papillon“ Charrière (Steve McQueen) wird in den 1930er Jahren in Frankreich unschuldig wegen Mordes verurteilt und in ein Strafgefangenenlager nach Französisch-Guayana verschifft. Auf dem Weg dorthin lernt er den scheuen Louis Dega (Dustin Hoffman) kennen und bietet ihm Schutz vor den anderen Gefangenen. Zwischen beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die sich vor allem im Glauben an die Flucht manifestiert. Den menschenunwürdigen Zuständen auf der Teufelsinsel ausgesetzt, versuchen beide in der Folge alles, dem Lager zu entfliehen – koste es, was es wolle.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Wer Henri Charrières großartigen auto- biographischen Roman „Papillon“ gelesen hat, der weiß einerseits, dass die Verfilmung von Franklin J. Schaffner („Planet der Affen“) so manche Passagen des Romans weglässt oder im Falle der Figur Louis Dega so einiges dazuerfindet. Andererseits weiß er aber auch, dass „Papillon“ (der Film) „Papillon“ (dem Roman) in beinahe allen Bereichen ebenbürtig ist. Denn wie der Roman vollbringt es auch der Film, eine einzigartige, dichte Atmosphäre zu erzeugen, die ihn vielleicht zum besten Vertreter seines Genres überhaupt macht. Und mit Schauspielern wie Steve McQueen und Dustin Hoffman, die in „Papillon“ Bestleistungen abliefern, gerät der Film zu einem Erlebnis, das man nicht so schnell wieder vergisst.

Charrières Vermächtnis des unbedingten Freiheitswillen könnte nicht besser in einem Film verarbeitet sein und ist dabei mit der nötigen Prise Pathos ausgestattet, ohne überambitioniert oder gar lächerlich zu wirken. Denn wenn Papillon am Schluss des Films, nach all seinem Scheitern und den kleinen Erfolgen, sich abermals auf die Flucht begibt, dann wird auch dem letzten Zuschauer klar, dass er die Art von Freiheit, nach der er sich sehnt, niemals lebend erreichen wird.

Wenn es womöglich einen Film gibt, der viel zu selten mit den besten Filmen aller Zeiten in Zusammenhang gebracht wird, dann ist das wahrscheinlich „Papillon“ – zu Unrecht, versteht sich. Denn wer sich auf das bildgewaltige Abenteuer über den Kampf gegen die Gefangenschaft in der Welt und sich selbst einlässt, der wird dafür mehr als fürstlich belohnt – nämlich mit einem grandiosen Film.


Daten:

USA 1973, 144 Minuten, FSK: 16
Regie: Franklin J. Schaffner
Genre: Biographie | Krimi | Drama
Darsteller: Steve McQueen, Dustin Hoffman, John Quade, uvm.


Für Fans von:

Flucht von Alcatraz, Léon – Der Profi, Bullitt


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,0 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
moviepilot.de: 7,5 von 10


Filmzitate:

„Willkommen in Französich-Guayana, deren Gefangene ihr seid!“

„Ein Fleischer macht aus lebenden Tieren essbares Fleisch, wir machen aus gefährlichen Menschen, harmlose Menschen. Das erreichen wir, indem wir sie zerbrechen!“

„Ab sofort halbe Ration und für das nächste halbe Jahr Dunkelhaft. Dunkelheit wirkt Wunder bei schlechtem Gedächtnis.“

„Über eins müsst ihr euch klar sein: Ihr existiert nicht mehr für unser Land! Frankreich hat euch abgeschrieben, euch alle ohne Ausnahme!“



Auszeichnungen:

  • Steve McQueen wurde 1974 für einen Golden Globe für die beste männliche Hauptrolle nominiert.



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Weitere Filme von Franklin J. Schaffner (Auszug):

1968: Planet der Affen
1982: Geliebter Giorgio
1987: Lionheart
1989: Welcome Home: Ein Toter kehrt zurück