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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,13 von 10 (30x bewertet)
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Michael (Ewan McGregor) arbeitet als Koch in einem Restaurant und weiß die sinnlichen Genüsse des Essens zu schätzen. Sein Liebesleben indes liegt brach, da er sich nicht auf längere Beziehungen einlassen kann. Bald trifft er auf Epidemiologin Susan (Eva Green), die ebenfalls bereits so manche Enttäuschung verkraften musste und sich zunehmend von der Welt zurückgezogen hat. Dennoch gehen beide eine Affäre ein und spüren eine tiefe Zuneigung zueinander. Derweil bricht eine unheilbare Epidemie aus, die den Menschen nach und nach die Sinne raubt. Bald sind auch Michael und Susan betroffen.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Wer Fernando Meirelles‘ Film „Die Stadt der Blinden“ gesehen hat, in dem die Menschen aufgrund einer unbekannten Krankheit ihr Augenlicht verlieren, der weiß, wie sich eine der von „Perfect Sense“ nicht unähnliche Ausgangslage verarbeiten lässt. Nämlich als dystopische Gesellschaftskritik, die in teils erschütternden Bildern aufzeigt, wie sich die innere Hilflosigkeit wie Brutalität des Menschen zügellos Bahn bricht. Damit hat Regisseur David Mackenzie allerdings nicht viel am Film-Hut. „Perfect Sense“ erzählt vielmehr eine leidenschaftliche Liebesgeschichte unter ganz besonderen Umständen, welche zwar den sinngebenden Rahmen definieren, doch eben keine Allgemeingültigkeit beanspruchen.

„Perfect Sense“ ist also kein Katastrophenfilm, in dem Michael und Susan zueinanderfinden, sondern ein Liebesdrama, in dem sich im Hintergrund eine Katastrophe abspielt. Dementsprechend fokussiert stellt sich die Bildersprache dar. In zumeist nahen, teils dokumentarisch wirkenden Einstellungen erhält der Zuschauer Einblick in die leidenschaftliche Beziehung der beiden Hauptfiguren, deren Liebe angesichts des voranschreitenden Krankheitsbildes unter keinem guten Stern steht. Kein Wunder also, dass „Perfect Sense“ schwer im Magen liegt und so manchen Cineasten nachdenklich im Heimkino-Sessel zurücklassen dürfte. Wer also etwas mit einem emotionalen Liebesdrama, das unter die Haut geht, anfangen kann, wird mit Mackenzie trauriger Parabel einen erinnerungswürdigen Filmabend erleben.

Mit „Hallam Foe“ und „Young Adam“ hat David Mackenzie im Übrigen noch zwei weitere sehenswerte Filme in der Hinterhand. Letzterer wiederum mit Ewan McGregor in der Hauptrolle!


Daten:

UK/DK/SE/IR 2011, 92 Minuten, FSK: 12
Regie: David Mackenzie
Genre: Drama | Romanze | Sci-Fi
Darsteller: Ewan McGregor, Eva Green, Ewen Bremner, uvm.


Für Fans von:

Another Earth, eXistenZ, Lachsfischen im Jemen


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.1 von 10
moviepilot.de: 7.6 von 10
Filmstarts.de: 4.0 von 5


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Weitere Filme von David Mackenzie (Auszug):

2009 Toy Boy
2011 You Instead
2013 Starred Up