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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,39 von 10 (18x bewertet)
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Ein namenloser Agent (Ethan Hawke) arbeitet für eine Organisation, deren Ziel es ist, terroristische Anschläge mittels Zeitreisen zu verhindern. Bei einer dieser Zeitreisen gerät der Agent ins Fadenkreuz des sog. „Fizzle Bombers“ und wird schwer verletzt. Erst Jahre später wird der Agent abermals mit einem Auftrag betraut und trifft dabei auf einen mysteriösen Autor (Sarah Snook), der ihm seine unglaubliche Lebensgeschichte erzählt. Bald wird klar, dass die Leben des Agenten und des Autors untrennbar miteinander verwoben sind und ein allumfassendes Geheimnis in sich tragen.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Sind die ersten Minuten von „Predestination“ erst einmal vorbei, dürfte sich so mancher Cineast verwirrt die Augen reiben. Und das nicht so sehr, weil die SciFi-Perle aus Australien im ersten Drittel ein bisschen mehr Zeit als üblich benötigt, um auf Plot-Touren zu kommen. Sondern vielmehr deswegen, weil der Film von Michael und Peter Spierig nur 97 Spielzeit aufweist. Knapp 100 Minuten für ein Zeitreise-Gedankenspiel, in dem die ganz großen Fragen des Lebens mit ins filmische Boot genommen werden? Genre-Cousins wie etwa „12 Monkeys“ (130 Minuten) oder „Inception“ (150 Minuten) sind nicht zufällig näher am Epos als am Kurzfilm.

Und tatsächlich: „Predestination“ läuft durchaus Gefahr, in den kommenden Jahren nicht zur allerersten Riege der modernen Zeitreise-Filme gezählt zu werden. In letzter Konsequenz fehlt der Produktion schlichtweg die Breite, um sich für einen bleibenden Eintrag ins Genre-Jahrbuch zu empfehlen. Das ist dann aber auch schon alles, was dem Film vorzuwerfen wäre. Wirklich alles. Abgesehen vom fehlenden Epos-Faktor ist „Predestination“ nämlich ein echter SciFi-Knaller, der mit einem stark aufspielenden Ethan Hawke punktet, über ein geradezu virtuos konstruiertes Drehbuch verfügt und sich in Hinsicht auf die CGI-Effekte nicht hinter den großen Vorbildern aus Hollywood verstecken muss. Ergo: Wir können den Film nur jedem Cineasten empfehlen, der Lust auf ein knackiges Zeitreise-Abenteuer hat, das sich auf das Wesentliche konzentriert und ganz nebenbei noch die eine oder andere philosophisch angehauchte Frage aufwirft, über die sich auch noch am nächsten Tagen grübeln lässt.


Daten:

Australien 2014, 97 Minuten, FSK: 12
Regie: Michael Spierig, Peter Spierig
Genre: Drama | Mystery | Sci-Fi
Darsteller: Ethan Hawke, Sarah Snook, Noah Taylor, uvm.


Für Fans von:

Inception, Ex Machina, Looper


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.5 von 10
moviepilot.de: 6.8 von 10
Filmstarts.de: 4.0 von 5


Auszeichnungen:

  • Neun Auszeichnungen bei den AACTA Awards.
  • Drei Auszeichnungen bei dem Toronto After Dark Film Festival.