Ethan und Joel Coen

Ethan und Joel CoenDie Coen-Brüder zeichnen sich seit Anfang der 90er Jahre für echte Hollywood-Filmperlen verantwortlich. Dabei bestechen die Filme des Bruderpaares vor allem durch skurrilen Witz und absurde Figuren. Mit dem 1998 erschienenen „The Big Lebowski” haben die Coens einen der meist beachteten Filme der 90er Jahre gedreht und mit der Figur des „Dude” einen wahren Kultcharakter erschaffen. 2008 erhielten die Brüder den Regie-Oscar für „No Country for Old Men” und konnten mit Einspielergebnissen jenseits der 100 Millionen Dollar-Marke endgültig das Mainstream-Publikum rund um die Welt für sich erobern. Doch trotz des großen kommerziellen Erfolges stehen die Coens bis heute für den kreativen und unangepassten Hollywood-Film jenseits geltender Genre-Konventionen. Damit nehmen die Coens in der aktuellen amerikanischen Filmlandschaft eine beispiellose Stellung ein. Foto by PR Photos

Alle Filme der Coen Brothers

Filmografie

1984: Blood Simple
1987: Arizona Junior
1990: Miller’s Crossing
1991: Barton Fink
1994: Hudsucker – Der große Sprung
1996: Fargo
1998: The Big Lebowski
2000: O brother, where art thou?
2001: The Man Who Wasn’t There
2003: Ein (un)möglicher Härtefall
2004: Ladykillers
2006: Paris, je t’aime
2007: No Country for Old Men
2008: Burn After Reading
2009: A Serious Man
2010: True Grit
2013: Inside Llewyn Davis
2016: Hail, Caesar!
2018: The Ballad of Buster Scruggs

Unsere 3 Lieblingsfilme

von Ethan und Joel Coen

8.0

O brother, where art thou?

Ulysses, Pete und Delmar sind auf der Suche nach einem großen Schatz, den einer von ihnen vorher irgendwo im Staat Mississippi versteckt hab...
8.4

The Big Lebowski

„Dude“ Lebowski hat schon längst vorm Leben resigniert. Aber wer einfach auf seinen Läufer pinkelt, hat ordentlich verkackt. Zusammen mit Ku...
7.9

Fargo – Blutiger Schnee

Jerry Lundegaard (William H. Macy) weiß nicht mehr ein noch aus. Sein Betrieb steht kurz vor der Pleite und der wohlhabende Schwiegervater H...

5 Dinge, die du noch nicht über Ethan und Joel Coen wusstest

1. Die erste Super-8-Kamera mit Rasenmähen verdient

Viele Male musste Joel Coen in der Nachbarschaft den Rasen mähen, dann endlich hatte er genug Geld für eine gebrauchte Super-8-Kamera zusammen. Endlich konnten die Dreharbeiten beginnen. Zusammen mit Bruder Ethan und dem Nachbarsjungen Mark Zimering drehte er viele Szenen aus bekannten TV-Formaten nach. Und das über mehrere Jahre hinweg. Die Leidenschaft für den Film hatte den halbwüchsigen Regisseur richtig gepackt. Nach der Schule schrieb er sich deshalb an der New Yorker Uni für das Film- und Regiefach ein. Die vielen Super-8-Rollen von damals hat der heute mehrfach oscarprämierte Regisseur noch heute.

2. Ethan Coen ist Doktor der Philosophie

Joels kleiner Bruder schlug nach dem College zunächst einen anderen Weg ein. Ethan Jesse Coen schrieb sich an der Princeton-Universität für Philosophie ein. Er verließ die Uni ein paar Jahre später als Doktor der Philosophie. Seine Abschlussarbeit trug den Titel: "Two Views of Wittgenstein's Later Philosophy". Bald darauf wandte aber auch er sich wieder seiner cineastischen Leidenschaft zu.

3. Ethan schrieb für den Playboy

Nach dem Studium betätigte sich Ethan Coen eine Weile als freier Journalist und Autor. Seine Kurzgeschichten erscheinen im "Playboy", aber auch in Magazinen wie "The New Yorker" oder "Vanity Fair". Später erschien auch ein Sammelband der Storys unter dem Titel "The Gates of Eden". In Deutschland lief das Buch unter dem skurrilen Titel: Falltür ins Paradies.

4. Seltene Meinungsverschiedenheit der Brüder beim Dreh von "The Big Lebowski"

Zwei Regisseure, ein Film - das ist seit vielen Jahren das Erfolgsrezept der Coen-Brüder. Meistens klappt das auch recht gut. Nur einmal gab es wegen einer Szene im Kultfilm "The Big Lebowski" Streit. Haupdarsteller Jeff Bridges ("The Dude") erinnert sich: "Es ging darum, wie ich mir den Kopf an den Bowling-Pins stoße, und Joel sagte: Wenn du die Bowling-Pins triffst, zuckst du ein bisschen zusammen, weil du eine Art Schmerz erwartest." Sein Bruder Ethan war jedoch anderer Meinung: "Meinst Du wirklich? Ich denke, er sollte lächeln, so als ob es Spaß machen würde, eine Bowlingkugel zu sein." Laut Bridges ging das dann eine ganze Weile zwischen den beiden hin und her. Am Ende einigten sie sich darauf, beide Szenen zu drehen. Der 1998 erschienene Streifen gehört heute zu den ganz großen Kultfilmen der 1990er.

5. Die "Red Hot Chili Peppers" in "The Big Lebowski"

Die Coen-Brüder ließen für den in Los Angeles gedrehten Film diverse Größen aus der Musikszene auflaufen: Einer der Nihilisten wird von "Flea", dem Bassisten der Red Hot Chili Peppers verkörpert. Die Nihilistin mit dem abgeschnittenen Zeh ist im wahren Leben die Singer Songwriterin" Aimee Mann". Und schließlich flimmert auch noch Jimmie Dale Gilmore, Sänger der Folkrockgruppe "The Flatlanders", in der Rolle des "Smokey" kurz über die Leinwand.