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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,96 von 10 (414x bewertet)
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Profikiller Michael Sullivan (Tom Hanks) versucht alles, um seinen Beruf von seiner Familie fernzuhalten – doch es kommt wie es kommen muss. Sein Sohn Michael Jr. (Tyler Hoechlin) wird Zeuge eines von ihm und seinem Partner Connor (Daniel Craig) ausgeführten Mordes. Infolge-dessen will Connor den Zeugen eliminieren, tötet im Versehen jedoch Michaels jüngeren Sohn. Verfolgt vom exzentrischen Killer Maguire (Jude Law), begibt sich Michael gemeinsam mit dem überlebenden Filius auf den Pfad der Rache, der geradewegs ins Verderben führt.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Kurz und knapp: „Road To Perdition“ ist ein großartiger Film. In kühlen, zuweilen eisigen Bildern erzählt Sam Mendes („American Beauty“) eine Geschichte, die unter die Haut geht. Denn auch wenn Michael Sullivan als Profikiller nicht im eigentlichen Sinne ein Sympathieträger sein kann, leidet der Zuschauer dennoch mit ihm und begibt sich gleichermaßen in zwielichtige moralische Gefilde, in denen Blut mit Blut, ein Leben mit einem anderen bezahlt wird. Dabei überzeugt vor allem das zurückhaltende Spiel Tom Hanks’, dessen Schmerz in seinem unbeweglichen Gesicht einen Ausdruck unmenschlicher Verzweiflung in sich trägt und den Film über übliche Rache-Feldzüge erhebt.

So ist „Road To Perdition“ mehr Drama als Gangsterfilm und mehr Tragödie als Mafiaepos. Denn vor allem atmosphärisch verlangt er seinen Zuschauern alles ab, die das volle Ausmaß der in Sullivan wütenden Depression ertragen müssen, welche sich nicht zuletzt in grauen, regenverhangenen Horizonten spiegelt und die letzte Aussicht auf einen heilenden Sonnenstrahl zunichte macht. Michael Sullivan befindet sich schließlich auf dem Weg ins Verderben – und daraus macht der Film noch vor der ersten Szene auch keinen Hehl.

Obwohl bei seinem Erscheinen von Kritikern und Publikum gleichermaßen gelobt, kann man zuweilen der Ansicht erliegen, „Road To Perdition“ gehöre zu den eigentlich großen Filmen, die niemand so richtig auf der Rechnung hat. Denn neben dem großen Corleone-Clan und Scorseses Halbwelt-Epen verdient Mendes’ Glanzstück durchaus einen Teil der Aufmerksamkeit – gerade weil es seine ganz eigene „Gangster-Atmosphäre“ erzeugt. Und abermals kurz und knapp: Ansehen!


Daten:

USA 2002, 117 Minuten, FSK: 16
Regie: Michael Mann
Genre: Abenteuer | Krimi | Drama | Thriller
Darsteller: Tom Hanks, Daniel Craig, Paul Newman, Jude Law, uvm.


Für Fans von:

GoodFellas, Miller’s Crossing, L.A. Confidential


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,8 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5
moviepilot.de: 7,1 von 10


Filmzitate:

„Das, was die Männer nach der Arbeit tun, macht uns reich. Es ist nicht nötig sie auch noch bei der Arbeit aufs Kreuz zu legen.“

„Ein Mann von Ehre bezahlt immer seine Schulden und steht immer zu seinem Wort!“

„Söhne kommen zur Welt um ihren Vätern Ärger zu machen, das ist ein Naturgesetz.“



Auszeichnungen:

  • Der Film war 2003 in 6 Kategorien für den Oscar nominiert, gewann letzlich jedoch nur einen Oscar für die beste Kameraarbeit.



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Sam Mendes:

1993: Cabaret
1996: Company
1999: American Beauty
2005: Jarhead – Willkommen im Dreck
2008: Zeiten des Aufruhrs
2009: Away We Go – Auf nach Irgendwo