Ben Kingsley

Ben Kingsley
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Obwohl der in Großbritannien geborene Ben Kingsley bereits in den 1970er Jahren u. a. in diversen TV-Serien mitspielte, erlangte er erst Anfang der 80er Jahre größere Bekanntheit. 1982 spielte er im Monumentalfilm „Gandhi“ den Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi, erhielt dafür den Oscar als bester Hauptdarsteller und wurde damit quasi über Nacht zum Star. In der Folge spielte Kingsley weitere Charakter-Rollen und stieg zum Anfang der 90er Jahre zu einem der wichtigsten Charakterdarsteller Hollywoods auf.

1993 spielte er in Steven Spielbergs „Schindlers Liste“ die Rolle des Itzhak Stern und konnte damit seinen Ruf weiter bestätigen. Heute gilt Ben Kingsley als einer der wandlungsfähigsten Hollywood-Schauspieler, der neben historischen Figuren sowohl Sympathieträger als auch Bösewichte eindrucksvoll verkörpern kann. 2000 etwa überzeugte er als teuflischer Gangster in „Sexy Beast“.

Die 5 besten Filme mit Ben Kingsley

1. Gandhi

Die filmische Biografie des Mahatma Gandhi (Ben Kingsley) zeichnet den Weg des legendären indischen Freiheitskämpfers nach. Nach seinem Studium steigt Gandhi in Südafrika zum Sprecher des indischen Teils der Bevölkerung auf und leistet gewaltlosen Widerstand gegen die Apartheid. In seinem Heimatland übernimmt er schließlich die Führung der Unabhängigkeitsbewegung gegen die britischen Besatzer. Trotz propagierter Gewaltlosigkeit kommt es in der Stadt Amritsar zur Eskalation. Um den ausbrechenden Unruhen ein Ende zu setzen, beginnt Gandhi einen Hungerstreik, der den Lauf der Geschichte nachhaltig verändern sollte.

2. Schindlers Liste

Oskar Schindler (Liam Neeson), NSDAP-Mitglied und erfolgloser Geschäftsmann, begibt sich in das von den Nazis besetzte Krakau und erwirbt eine Fabrik, in der jüdische Arbeiter ihren Dienst verrichten müssen. Itzhak Stern (Ben Kingsley) wird Geschäftsführer der Fabrik und benutzt seine Beziehungen, um möglichst viele Juden vor der Verfolgung zu beschützen. In der Folge wird Schindler Zeuge der Gräueltaten, die den Juden im Ghetto widerfahren. Schließlich beschließt er mittels seines neu gewonnenen Reichtums, so viele Juden wie möglich als Arbeitskräfte zu erwerben, um sie vor der Ermordung im KZ zu bewahren.

3. Hugo Cabret

Im Paris der 1930er Jahre lebt der Waisenjunge Hugo Cabret (Asa Butterfield) unbemerkt im Pariser Bahnhof und führt die Arbeit seines verschwundenen Onkels fort – die Wartung der Bahnhofsuhren. Sein Vater hat ihm eine Aufziehfigur hinterlassen, welche er versucht zu reparieren, da er glaubt, dass diese eine versteckte Botschaft enthält. Zusammen mit der gleichaltrigen Isabelle (Chloë Grace Moretz), das Patenkind des Spielwarenhändlers (Ben Kingsley), gelingt es, die Maschine wieder in Gang zu setzen. Doch dabei entdecken die beiden Kino-Fans etwas, das alles auf den Kopf stellt.

4. Haus aus Sand und Nebel

Kathy (Jennifer Connelly) hat Alkoholprobleme und lebt zurückgezogen in einem kleinen Haus in Kalifornien. Als sie aufgrund bürokratischer Ungereimtheiten gezwungen wird, aus dem Haus ausziehen, beginnt eine persönliche Fehde mit dem Iraner Amir Behrani (Ben Kingsley), der das Grundstück kostengünstig erwirbt und versucht, mit seiner Familie ein neues Leben anzufangen. Während Kathy darum kämpft, das Wohnrecht zurückzuerhalten, muss Amir einsehen, dass sich der amerikanische Traum nicht für jeden erfüllt. Schließlich wirken sich die jeweiligen persönlichen Enttäuschungen auf den Streit um das Haus aus – und führen zu einer Katastrophe.

5. Sexy Beast

Gangster Gal Dove (Ray Winstone) hat sich aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen und lebt friedvoll auf seinem kleinen Anwesen in Spanien. Doch schon bald kündigt sich unangenehmer Besuch an. Mittelsmann Don Logan (Ben Kingsley) macht sich auf den Weg zu Gal und seiner Frau Deedee, um Gal zu einem letzten großen Coup zu überreden. Gal lehnt dankend ab, hat allerdings nicht mit Dons Hartnäckigkeit gerechnet. Don quartiert sich bei ihm ein und versucht, den unwilligen Kollegen mit seinen ganz eigenen Mitteln zur Mitarbeit zu bewegen.

Fazit: Ein Drama, das nicht zuletzt aufgrund der virtuosen Vorstellung von Ben Kingsley eine Kraft entwickelt, die es selbst in der stets mit der Machete bewaffneten Literatur eher selten zu bestaunen gibt.

Filmografie: Alle Filme von Ben Kingsley

1972: Angst ist der Schlüssel
1982: Gandhi (Ben Kingsley gewann mit Gandhi den Preis als Bester Hauptdarsteller bei der Oscarverleihung 1983)
1983: Betrug
1985: Ozeanische Gefühle
1985: Harem
1987: Maurice
1988: Die vergessene Insel
1988: Genie und Schnauze
1988: Die Zeugenaussage
1988: Der Zug
1990: Meine liebe Rose
1990: Der fünfte Affe
1991: Bugsy
1992: Sneakers – Die Lautlosen
1993: Dave
1993: Das Königsspiel
1993: Schindlers Liste
1994: Der Tod und das Mädchen
1995: Species
1996: Was ihr wollt
1997: The Assignment – Der Auftrag
1999: Das Geständnis
1999: Alice im Wunderland
2000: Rules – Sekunden der Entscheidung
2000: Good Vibrations – Sex vom anderen Stern
2000: Sexy Beast
2001: A.I. – Künstliche Intelligenz
2002: Bis in alle Ewigkeit
2003: Haus aus Sand und Nebel
2004: Suspect Zero
2005: Oliver Twist
2005: A Sound of Thunder
2005: BloodRayne
2006: Lucky Number Slevin
2007: Die letzte Legion
2007: You Kill Me
2008: The Wackness
2008: Elegy oder die Kunst zu lieben
2008: War, Inc.
2008: Der Love Guru
2008: Transsiberian
2008: Der Spitzel
2010: Teen Patti
2010: 1001 Inventions and the Library of Secrets
2010: Shutter Island
2010: Prince of Persia: Der Sand der Zeit
2011: Hugo Cabret
2012: Der Diktator
2013: Der Medicus
2013: Iron Man 3
2013: A Birder’s Guide to Everything
2013: A Common Man
2013: Walking with the Enemy
2013: Ender’s Game – Das große Spiel
2013: Der Medicus
2014: War Story
2014: Learning to Drive – Fahrstunden fürs Leben
2014: Robot Overlords
2014: Exodus: Götter und Könige
2014: Nachts im Museum: Das geheimnisvolle Grabmal
2014: Stonehearst Asylum – Diese Mauern wirst du nie verlassen
2015: Life
2015: Dragonheart 3: Der Fluch des Druiden
2015: Selfless – Der Fremde in mir
2015: The Walk
2016: Collide
2017: War Machine
2017: Security
2017: Backstabbing for Beginners
2018: Operation Finale
2018: Intrigo – Tod eines Autors
2018: Nomis – Die Nacht des Jägers
2019: The Red Sea Diving Resort
2019: Spider in the Web

5 Dinge, die du noch nicht über Ben Kingsley wusstest

1. Er schlug eine Karriere als Sänger aus

Im Jahr 1966 stand Ben Kingsley erstmals auf einer öffentlichen Bühne: Er agierte als Sprecher im Stück “A Smashing Day”, das von Brian Epstein produziert wurde – dem damaligen Manager der Beatles. Da er im Stück auch den ein oder anderen Song vorgetragen und Gitarre dazu gespielt hat, wurde er hinter der Bühne von John Lennon und Ringo Starr angesprochen, die ihm gute Chancen als Sänger prognostizierten. Kingsley hatte mit der Schauspielerei jedoch einen anderen Traum und angelte sich noch im selben Jahr wiederkehrende Rollen in den TV-Serien “Orlando” und “Coronation Street”.

2. Er hat den Oscar-Riecher

Ben Kingsley spielte in insgesamt vier Filmen mit, die später für den begehrten Oscar in der Königskategorie “Bester Film” nominiert wurden: “Bugsy”, “Hugo Cabret”, “Schindlers Liste” und “Ghandi”. Die beiden letztgenannten Streifen konnten den Preis auch tatsächlich gewinnen, für “Ghandi” erhielt Kingsley zudem selbst einen Oscar als bester Hauptdarsteller.

3. Er ist ein Perfomance-Ass

Die renommierte Filmzeitschrift “Premiere Magazine” war von seiner Darbietung im Film “Sexy Beast” derartig angetan, dass sie diese in ihre Liste der 100 besten Performances aller Zeiten aufgenommen hat. Selbst einigen deutlich bekannteren Schauspielern blieb diese Ehre bislang verwehrt.

4. Absage an Bollywood

Im Jahr 2005 wurde Ben Kingsley angeboten, die Hauptrolle im Bollywood-Streifen “Shikhar” zu übernehmen. Der lehnte das Angebot jedoch dankend ab. Der Grund: Er fühlte sich laut eigener Aussage nicht wohl dabei, in einem Film Hindi zu sprechen. Kingsley stand stattdessen kurze Zeit später für den Thriller “Lucky Number Slevin” vor der Kamera.

5. Absage an Hollywood

Ursprünglich sollte Ben Kingsley die Rolle des Ephraim im Film “München” übernehmen, in dem das Münchner Olympia-Attentat thematisiert wird. Da er durch parallel stattfindende Dreharbeiten jedoch nicht dazu in der Lage war, für diesen Film vor der Kamera zu stehen, lehnte er die Rolle ab. Übernommen wurde diese schließlich von Geoffrey Rush.