Johnny Depp

Johnny Depp
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Ende der 80er Jahre wurde Depp in der TV-Serie „21 Jump Street” berühmt. Doch auch auf der Kinoleinwand sollte Depp im Vergleich zu anderen Schauspieler-Kollegen relativ schnell Fuß fassen. Nach kleinen Nebenrollen konnte Depp 1990 in Tim Burtons „Edward mit den Scherenhänden” für Aufsehen sorgen. Seitdem verbindet Depp eine enge Freundschaft mit Burton, in dessen folgenden Filmen er oftmals die Hauptrolle übernahm.

Nach von der Kritik und Cineasten gelobten Filmen wie „Dead Man”, „Ed Wood” oder „Fear and Loathing in Las Vegas” spielte er 2003 mit „Fluch der Karibik” in einem der kommerziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Es folgen bis hierhin zwei Fortsetzungen, die an diesen immensen Erfolg anknüpfen konnten. Heute zählt Johnny Depp zu den bekanntesten Namen des amerikanischen Filmgeschäfts.

Steckbrief

Richtiger Name:John Christopher II Depp
Geburtstag:09. Juni 1963
Sternzeichen:Zwilling
Geburtsort:Owensboro, Kentucky, Vereinigte Staaten
Bekannt aus:Pirates of the Caribbean, Sleepy Hollow, Blow, uvm.

Die besten Filme mit Johnny Depp

1. Fluch der Karibik

Als Elizabeth (Keira Knightley), die Tochter des Gouverneurs, vom Piraten Barbossa (Geoffrey Rush) entführt wird, macht sich ein gegensätzliches Duo auf die Verfolgung. Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) will sein Schiff, das Barbossa ihm gestohlen hat, zurück und Schmied Will Turner (Orlando Bloom) will Elizabeth aus den Fängen der Piraten retten. Doch noch ahnt niemand, dass das Schicksal Sparrows und Turners Wege zwangsläufig zusammenführen musste und ein noch größeres Abenteuer bevorsteht. Denn letztendlich geht es um den Bann eines Fluches, der die Piraten in seinen Fängen hält.

2. Donnie Brasco

Der FBI-Agent Joe Pistone (Johnny Depp) wird als Maulwurf in die Mafia eingeschleust und liefert seinem Arbeitgeber vier Jahre lang wertvolle Informationen über deren Strukturen. Da er bei den Mitgliedern zunehmend Vetrauen gewinnt, entwickelt er sich schnell zur rechten Hand des berüchtigten Anführers Lefty Ruggiero (Al Pacino). Durch einen unglücklichen Zufall findet die Gruppierung jedoch heraus, dass sich unter ihnen ein Spion befindet muss – fortan steht Pistones Leben auf dem Spiel.

In diesem packenden Mafia-Film von Mike Newell stellt Johnny Depp an der Seite von namhaften Kollegen wie Al Pacino und Michael Madsen bereits sehr früh seine Vielseitigkeit in Bezug auf seine Rollenauswahl unter Beweis. Der Film wurde für den Oscar in der Kategorie “Bestes adaptiertes Drehbuch” nominiert.

3. Blow

George (Johnny Depp) will nicht so werden wie sein konservativer Vater. Lieber steigt er ins Drogengeschäft ein und träumt vom großen Geld. Gemeinsam mit Dealer Derek (Paul Reubens) vertreibt er im großen Stil Marihuana, wird aber bald von der Polizei geschnappt und ins Gefängnis gesteckt. Dort trifft er auf Diego, über den er nach seiner Entlassung den Kokain-Dealer Pablo Escobar (Cliff Curtis) kennen lernt. George steigt gemeinsam mit seiner neuen Freundin Mirtha (Penélope Cruz) zum größten Kokain-Dealer der USA auf – bis sich das Glück gegen ihn wendet.

4. Dead Man

Der junge William Blake reist nach Cleveland, um dort eine Stelle als Buchhalter anzunehmen. Doch durch einen unglücklichen Zufall nach dem anderen findet er sich kurze Zeit später schwer verwundet in der Obhut eines Indianers namens Nobody wieder, mit den Schergen eines rachsüchtigen Vaters im Nacken und dem Ruf eines gefährlichen Revolverhelden. Dieser „elegante und atmosphärische Spätwestern” (Berliner Morgenpost) ist nicht das, was man von einem typischen Western erwartet, wohl aber ein Jim Jarmusch-Werk par excellence.

5. Ed Wood

Edward D. Wood (Johnny Depp) hat den unbändigen Traum, als Hollywood-Regisseur berühmt zu werden. Doch die Bosse der großen Produktionsfirmen haben für seine Drehbücher nicht viel übrig und glauben nicht an ihn. Kurzentschlossen nimmt Wood die Produktion seiner Filme selbst in die Hand und fabriziert mit der Unterstützung seiner Freundin Dolores Fuller (Sarah Jessica Parker) trashige Horror-Streifen. Schließlich kann er auch noch den in die Jahre gekommenen und mittlerweile drogenabhängigen Dracula-Darsteller Bela Lugosi (Martin Landau) für seine Sache begeistern und findet in ihm eine Vaterfigur.

6. Fear and Loathing in Las Vegas

1971. Raoul Duke (Johnny Depp) und sein Freund Dr. Gonzo (Benicio del Toro) begeben sich in die Wüste nahe Las Vegas, in der das berühmte Motocrossrennen Mint 400 stattfindet. Duke soll für ein Sportmagazin über das Rennen berichten, doch stattdessen wendet er sich gemeinsam mit Dr. Gonzo dem Drogenarsenal zu, das sie im Kofferraum ihres Wagens mit sich führen. Es entspinnt sich ein wahnwitziger Trip, der beiden mit LSD-Halluzinationen, Blackouts und Mordfantasien zusetzt. Sie hinterlassen eine Spur der Verwüstung und wollen bald nur noch eins – raus aus Las Vegas.

Interessante Facts

Wie viele Oscars hat Johnny Depp bereits bekommen?

Johnny Depp wurde bislang dreimal für den Oscar nominiert, hat jedoch noch nie einen Oscar gewinnen können.

Filmografie: Alle Filme von Johnny Depp

1984: Nightmare – Mörderische Träume
1985: Die Superaufreißer
1986: Platoon
1990: Cry-Baby
1990: Edward mit den Scherenhänden
1991: Freddy’s Finale – Nightmare on Elm Street 6
1993: Arizona Dream
1993: Benny und Joon
1993: Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa
1994: Ed Wood
1995: Don Juan DeMarco
1995: Dead Man
1995: Gegen die Zeit
1996: Cannes Man
1997: Donnie Brasco
1997: The Brave
1998: Fear and Loathing in Las Vegas
1998: L.A. Without a Map
1999: Die neun Pforten
1999: Die Frau des Astronauten
1999: Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen
1999: Die Beat Generation – Wie alles anfing
2000: In stürmischen Zeiten
2000: Bevor es Nacht wird
2000: Chocolat – Ein kleiner Biss genügt
2001: Blow
2001: From Hell
2002: Lost in La Mancha
2003: Fluch der Karibik
2003: Irgendwann in Mexiko
2004: Das geheime Fenster
2004: Happy End mit Hindernissen
2004: Wenn Träume fliegen lernen
2004: The Libertine
2005: Charlie und die Schokoladenfabrik
2006: Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2
2007: Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt
2007: Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
2009: Public Enemies
2009: Das Kabinett des Dr. Parnassus
2010: Alice im Wunderland
2011: Pirates of the Caribbean – On Stranger Tides
2011: The Rum Diary
2011: Jack und Jill
2012: 21 Jump Street
2012: Dark Shadows
2013: Lone Ranger
2013: Lucky Them – Auf der Suche nach Matthew Smith
2014: Transcendence
2014: Tusk
2014: Into the Woods
2015: Mortdecai – Der Teilzeitgauner
2015: Black Mass
2016: Yoga Hosers
2016: Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln
2016: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
2017: Pirates of the Caribbean: Salazars Rache
2017: Mord im Orient Express
2018: Richard Says Goodbye
2018: Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen
2018: City of Lies
2019: Waiting for the Barbarians
2020: Minamata

Johnny Depp Filme bei Netflix

Auszeichnungen

OscarNominierungen
2004Bester Hauptdarsteller (Fluch der Karibik)
2005Bester Hauptdarsteller (Wenn Träume fliegen lernen)
2008Bester Hauptdarsteller (Sweeney Todd)
Golden Globe
2008Bester Hauptdarsteller in einer Komödie oder Musical (Sweeney Todd)
Critics’ Choice Award
2004Bester Hauptdarsteller (Fluch der Karibik)
2005Bester Hauptdarsteller (Wenn Träume fliegen lernen)

5 Dinge, die du noch nicht über Johnny Depp wusstest

1. Wilde Zeiten im Viper Room

Der 1993 in West-Hollywood eröffnete Underground-Club galt zur Jahrtausendwende als Epizentrum der alternativen Musikszene. Johnny durfte hier als Miteigentümer unter anderem Placebo, die Red Hot Chili Peppers und Oasis begrüßen. Ab 1995 heizten die Pussycat Dolls dem Publikum regelmäßig mit Tanzeinlagen ein. Der Schuppen geriet schon kurz nach der Eröffnung in Verruf, weil sich River Phoenix dort den goldenen Schuss setze. Jahre später standen handfeste Auseinandersetzungen mit aufdringlichen Paparazzis im Fokus, die Klagen gegen Pams Skandal-Gatten Tommy Lee und Mick Jaggers Bodyguards nach sich zogen.

2. Sparrow als Ganovenschreck

Johnnys Paraderolle bringt zuweilen unerwartete Vorteile mit sich. So widmete sich der Hollywoodstar 2010 seiner zweiten Leidenschaft und verweilte in LA bei Studioaufnahmen mit der britischen Band “Babybird”. Deren Sänger Stephen Jones sah sich nach getaner Arbeit urplötzlich einem Straßenräuber gegenüber, der ihn mit einer zerbrochenen Flasche bedrohte. Depp warf dem Gauner nur einen strengen Blick zu, woraufhin dieser mit den Worten: “Ich beklaue Captain Jack Sparrow nicht!” von seinem Tun abließ.

3. Mut wird nicht immer belohnt

Mit dem Arthouse-Streifen “The Brave” wollte sich Depp 1997 als Regisseur etablieren. Neben ihm übernahm sein Buddy Marlon Brando die zweite Hauptrolle. Die beiden Improvisationskünstler gaben ihr Bestes, um dem dünnen Plot Leben einzuhauchen. Bei den Filmfestspielen in Cannes sicherte man sich damit die Nominierung für die Goldene Palme. In den USA fielen die Kritiken allerdings derart vernichtend aus, dass sich Johnny weigerte, seinen Film dort in die Kinos zu bringen. Die Karriere hinter der Kamera endete mit dieser Episode.

4. Der glücklose Reiter

Bei den Dreharbeiten zu Verbinskis “Lone Ranger” fiel Depp so oft vom Pferd, dass sich das Studio Sorgen wegen möglicher Folgekosten machte. Das Steißbein des Hauptdarstellers war nämlich so ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen worden, dass zwischenzeitlich ein Drehabbruch im Raum stand. Wirklich dramatisch wurde es, als der Star im Galopp unters (!) Pferd geriet. Er hatte anschließend einen Bluterguss in Hufform auf seiner Brust, kam aber mit dem Schrecken davon, sodass er bei der Untersuchung schon wieder scherzhaft darauf hinwies, dass “der Gaul zum Glück das Steißbein verfehlt hat.”

5. Sparrow als Volksheld

Johnny nutzt den popkulturellen Hype um den ewig betrunkenen Piraten nur zu gerne für gute Zwecke. So trat er zum Beispiel vorm Klassenverband seiner Tochter beim Berufstag in voller Kostümierung auf. Seitdem führt er das Outfit auf Reisen prinzipiell mit, um spontane Besuche in Kinderkrankenhäusern, Waisenheimen und ähnlichen Einrichtungen zu initiieren.

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