Leonardo DiCaprio

Leonardo DiCaprio
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Leonardo DiCaprio konnte bereits in jungen Jahren als Schauspieler auf sich aufmerksam machen. Nach Rollen in TV-Serien und kleineren Auftritten in eher unbedeutsamen Filmen spielte DiCaprio 1993 in „This Boy’s Life” an der Seite von Hollywood-Größe Robert De Niro und verdiente sich ersten Beifall. Im gleichen Jahr konnte er neben Johnny Depp in „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa” glänzen und mauserte sich in den Folgejahren zu einem begehrten Jung-Star.

1997 gelang ihm mit seiner Rolle als Jack Dawson in James Camerons „Titanic” der weltweite Durchbruch, was ihn quasi über Nacht zu einem der bekanntesten Hollywood-Schauspieler überhaupt werden ließ. Im vergangenen Jahrzehnt drehte DiCaprio insgesamt vier Filme mit Regie-Legende Martin Scorsese und stieg damit endgültig in die erste Riege Hollywoods auf. Aktuell zählt Leonardo DiCaprio zu den bestbezahlten Schauspielern der Welt.

Steckbrief

Richtiger Name:Leonardo Wilhelm DiCaprio
Geburtstag:11. November 1974
Sternzeichen:Skorpion
Geburtsort:Los Angeles, Kalifornien, USA
(Ex-) Partner:Nina Agdal (2016-2017), Kelly Rohrbach (2015-2016), Toni Garrn (2013-2014), Blake Lively (2011), Bar Refaeli (2005-2011), Gisele Bündchen (1999-2005), Erin Heatherton
Bekannt aus:Titanic, Shutter Island, Inception, uvm.

Die besten Filme mit Leonardo DiCaprio

1. Inception

Christopher Nolans „Inception“ hat gleichermaßen bei Publikum und Kritikern großen Anklang gefunden. Das breite Publikum lobt den immensen Unterhaltungswert, die Kritiker überhäufen das Werk mit Belobigungen angesichts der erstaunlichen Symbiose von Mainstream-Kino und anspruchsvoller Grundthematik. Und tatsächlich ist „Inception“ in dieser Hinsicht eine Besonderheit. Denn trotz eines riesigen Budgets, namhafter Schauspieler und der nach „The Dark Knight“ geradezu unmenschlichen Erwartungshaltung geht der Film seine ganz eigenen Wege.

Das Cyber-Abenteuer geizt nämlich nicht mit einer ganzen Reihe von interessanten Fragen, die dem sonst so genügsamen Mainstream-Publikum das Popcorn aus den Händen fallen lässt. Denn spätestens, wenn Cobb durch die verschiedenen Traumebenen Fischers spaziert, dürfte dem geneigten Michael Bay-Fan das Hirn aus den Ohren quellen. Ebenso sei der fantastische Cast erwähnt, der u. a. mit Michael Caine und Joseph Gordon-Levitt in Nebenrollen mehr als überzeugt, zumal Leonardo DiCaprio seinem Image als jünglingshafter Mädchenschwarm längst entwachsen ist.

2. Django Unchained

Django (Jamie Foxx) fristet ein trauriges Dasein als Sklave. Schließlich wird er von Dr. King Schultz (Christoph Waltz) befreit. Als Gegenleistung unterstützt Django den deutschstämmigen Schultz dabei, eine Gangsterbande auf der Farm von Big Daddy (Don Johnson) hochzunehmen. Während die beiden den Zorn von Big Daddy auf sich ziehen, versucht Django, seine Ehefrau Broomhilda ausfindig zu machen. Es stellt sich heraus, dass sie als Sklavin auf der Plantage von Großgrundbesitzer Candie (Leonardo DiCaprio) arbeiten muss. Django und Schultz machen sich auf den Weg, Broomhilda zu befreien.

3. Shutter Island

1954. US-Marshal Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) begibt sich gemeinsam mit seinem Partner Chuck (Mark Ruffalo) in das Gefängnis für geistesgestörte Schwerverbrecher auf der Insel Shutter Island. Dort soll er das Verschwinden einer Patientin aufklären. Von Albträumen geplagt, glaubt Teddy bald, auf der Spur einer großangelegten Verschwörung zu sein. Er vermutet, dass im Gefängnis Menschenversuche durchgeführt werden, und sammelt Beweise, die ihn immer misstrauischer werden lassen.

4. Departed – Unter Feinden

Um die irische Mafia, die von Gangsterboss Costello (Jack Nicholson) angeführt wird, besser bekämpfen zu können, hat die Bostoner Polizei den cleveren Einfall, den jungen Billy (Leonardo DiCaprio) undercover einzuschleusen – und zwar direkt nach dessen erfolgreichem Abschluss der Polizeischule. Der Plan geht auf: Bei vielen Mitgliedern der Mafia, insbesondere bei Colin (Matt Damon), kann der junge Mann schnell Vertrauen gewinnen. Letzterer arbeitet allerdings nicht nur für die Mafia, sondern auch als Maulwurf für die Polizei – wodurch sich beide Spitzel zunehmend auf dünnerem Eis bewegen.

Ein beeindruckender Thriller von Star-Regisseur Martin Scorsese, der sowohl durch seine packende Story, als auch durch seine hervorragend besetzten Schauspieler zu überzeugen weiß. Vier Oscars für das beste Drehbuch, den besten Schnitt, die beste Regie und den besten Film.

5. The Wolf of Wall Street

Mitte der 1980er Jahre versucht Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio), als Börsenmakler Fuß zu fassen und gerät dabei an Mark Hanna (Matthew McConaughey), der ihn in die skrupellose Welt des Business einführt. Nach ersten Rückschlägen gelingt es Belfort bald, auf eigenen Beinen zu stehen und kommt zu ansehnlichem Reichtum. Doch das ist dem Ehrgeizling nicht genug. Gemeinsam mit Donnie Azoff (Jonah Hill) beschließt er, ein Imperium aufzubauen, das sich zur Gelddruckmaschine entwickeln soll. Schnell geraten die beiden dabei mit dem Gesetz in Konflikt und an die Grenzen der Moral.

Die zentrale Frage, nämlich ob Gier und Amoralität zwangsläufig Hand in Hand gehen müssen, wird in „The Wolf of Wall Street“ bereits in den Anfangsminuten aufgeworfen. Wer folgend ein moralisierendes Lehrstück erwartet, in dem ein dämonisierter Protagonist zum Ende hin gerade noch rechtzeitig das Gute seiner Seele entdeckt, wird allerdings einen echten Albtraum erleben. Ist nämlich erst einmal die Anfangsfrage gestellt, entfesselt Alt-Meister Martin Scorsese ein zynisches Inferno, von dem sich so manch braver Film-Fan eine Weile nicht erholen dürfte. Ohne erhobenen Zeigefinger darf Leonardo DiCaprio als Jordan Belfort nämlich lügen und betrügen, seiner überbordenden Gier frönen und zum Zeitvertreib – als wäre es nichts – mit Zwergen um sich werfen.

Was davon dann am Ende verwerflich ist, bleibt jedoch allein dem Zuschauer überlassen. Im Gegensatz etwa zum Genre-Klassiker „Wall Street“ von Oliver Stone enthält sich der Film jeglicher moralischer Wertung und bemüht sich vielmehr darum, die teils grotesk anmutenden Exzesse der handelnden Figuren in ihrer Herleitung nachvollziehbar zu machen. So bemüht sich der Film zu keinem Zeitpunkt, den Stab über seine Protagonisten zu brechen und begeht somit einen qualitätssteigernden Tabubruch, zu dem das heutige Hollywood nur noch in den seltensten Fällen in der Lage scheint. Keine Frage: „The Wolf of Wall Street“ klatscht dem Zuschauer gehörig einen vor den Latz und gehört damit zu den sehenswertesten Filmen des angebrochenen Jahrzehnts.

6. Catch Me If You Can

Der 16-jährige Frank Abagnale (Leonardo DiCaprio) zieht nach der Scheidung seiner Eltern nach New York und gibt sich in der Folge bei Pan Am als Pilot aus. Er finanziert sich seinen Lebensunterhalt durch gefälschte Schecks und kann so ein kleines Vermögen anhäufen. Als jedoch FBI-Agent Carl Hanratty (Tom Hanks) damit beauftragt wird, Abagnale das Handwerk zu legen, beginnt eine atemberaubende Hetzjagd. Über die Jahre hinweg gibt sich Abagnale u. a. als Arzt und Anwalt aus und kann Hanratty immer wieder entwischen. Doch der gibt nicht auf.

Filmografie: Alle Filme von Leonardo DiCaprio

1991: Critters 3 – Die Kuschelkiller kommen
1992: Poison Ivy – Die tödliche Umarmung
1993: This Boy’s Life – Die Geschichte einer Jugend
1993: Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa
1995: Hundert und eine Nacht
1995: Schneller als der Tod
1995: Don’s Plum
1995: Jim Carroll – In den Straßen von New York
1995: Total Eclipse – Die Affäre von Rimbaud und Verlaine
1996: William Shakespeares Romeo + Julia
1996: Marvins Töchter
1997: Titanic
1998: Der Mann in der eisernen Maske
1998: Celebrity – Schön, reich, berühmt
2000: The Beach
2002: Gangs of New York
2002: Catch Me If You Can
2004: Aviator
2006: Departed – Unter Feinden
2006: Blood Diamond
2007: 11th Hour – 5 vor 12
2008: Der Mann, der niemals lebte
2008: Zeiten des Aufruhrs
2009: Shutter Island
2010: Inception
2011: J. Edgar
2012: Titanic 3D
2012: Django Unchained
2013: Der große Gatsby
2013: The Wolf of Wall Street
2015: The Revenant – Der Rückkehrer
2019: Once Upon a Time in Hollywood

5 Dinge, die du noch nicht über Leonardo DiCaprio wusstest

1. Von der TV-Werbung bis zum Blockbuster

Schon im Alter von fünf Jahren begann die Schauspielkarriere von Leonardo DiCaprio. Nach ersten Auftritten in Werbespots und in Schulungsfilmen ergatterte das junge Talent einige Nebenrollen. In Folgen von Sitcoms wie “Roseanne” oder “Unser lautes Heim” sorgte DiCaprio für Gelächter. Ein erster TV-Erfolg gelang dem Darsteller durch eine Hauptrolle in der Serienadaption des Hollywood-Films “Eine Wahnsinnsfamilie”. Mit dem Drama “This Boy’s Life” folgte kurz darauf, 1993, der große Durchbruch in Hollywood.

2. Erster Oscar mit Verspätung

Leonardo DiCaprio wurde für bereits 1994 für den Oscar nominiert. Der damals erst neunzehn Jahre alter Schauspieler blieb für seine Rolle in “Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa” aber ohne Preis. Nach “Aviator” (2005), “Blood Diamond” (2007) und “The Wolf of Wall Street” (2014) gab es weitere Nominierungen. Doch bei den Oscar-Verleihungen ging DiCaprio bis 2016 leer aus. Erst seine Darstellung in “The Revenant – Der Rückkehrer” überzeugte 2016 die Juroren, sodass DiCaprio nach 22 Jahren endlich seinen Oscar als bester Hauptdarsteller in den Händen hielt.

3. Hilfe für Titanic-Überlebende

Nachdem er sich im Casting gegen Konkurrenten wie Matthew McConaughey durchsetzte, ergatterte DiCaprio in der Titanic-Verfilmung von James Cameron die Hauptrolle. An der Seite von Kate Winslet brillierte er 1997 als Jack Dawson in den Kinos. Beide Stars setzten sich nach Erscheinen des Dramas, das bis heute der erfolgreichste Kinofilm aller Zeiten ist, für die letzte Überlebende des echten Unglücks ein. Bis zu ihrem Tod im Jahr 2009 unterstützten die Darsteller eine Verbliebene, die der Schiffskatastrophe von 1912 entkam.

4. Peinlicher Übungsfilm

Dass DiCaprio nicht auf jeden Auftritt stolz ist, zeigt seine Klage gegen den Spielfilm “Don’s Plum”. Der Streifen des Regisseurs R. D. Robb entstand zwischen 1995 und 1996 ursprünglich nur zu Trainingszwecken. Ohne Drehbuch improvisierte DiCaprio unter anderem mit dem späteren Spiderman-Darsteller Tobey Maguire. Beide Schauspieler klagten gegen eine Veröffentlichung des Filmes, wodurch sich dessen Erscheinen bis ins Jahr 2001 verzögerte. Heute darf “Don’s Plum” zwar in Europa, nicht aber in den USA und Kanada ausgestrahlt werden.

5. Prozent von Umwelt-Dokumentationen

Dass sich die Hollywood-Ikone für die Umwelt engagiert, wissen viele Fans. Schließlich spendete seine Stiftung bereits mehr als 30 Millionen Dollar an unterschiedliche Umweltschutzorganisationen. Weniger bekannt ist, dass sich die Hollywood-Berühmtheit, um das globale Bewusstsein für die Natur zu schärfen, auch an der Herstellung von Umweltdokumentationen beteiligt. So ist DiCaprio unter anderem ein Produzent des Netflix-Filmes “Cowspiracy”, der die Auswirkungen der heutigen Viehwirtschaft beleuchtet.

Auszeichnungen

Oscar

  • 1994 nominiert: Bester Nebendarsteller in Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa
  • 2005 nominiert: Bester Hauptdarsteller in Aviator
  • 2007 nominiert: Bester Hauptdarsteller in Blood Diamond
  • 2014 nominiert: Bester Hauptdarsteller in The Wolf of Wall Street
  • 2014 nominiert: Bester Film für The Wolf of Wall Street (als Produzent)
  • 2016 ausgezeichnet: Bester Hauptdarsteller in The Revenant – Der Rückkehrer

Golden Globe Award

  • 2005: ausgezeichnet: Bester Hauptdarsteller in einem Drama in Aviator
  • 2014: ausgezeichnet: Bester Hauptdarsteller in einer Komödie oder Musical in The Wolf of Wall Street
  • 2016: ausgezeichnet: Bester Hauptdarsteller in einem Drama in The Revenant – Der Rückkehrer

British Academy Film Award

  • 2016: ausgezeichnet: Bester Hauptdarsteller in The Revenant – Der Rückkehrer
  • 2020 nominiert: Bester Hauptdarsteller in Once Upon a Time in Hollywood