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Oskar Schindler (Liam Neeson), NSDAP-Mitglied und erfolgloser Geschäftsmann, begibt sich in das von den Nazis besetzte Krakau und erwirbt eine Fabrik, in der jüdische Arbeiter ihren Dienst verrichten müssen. Itzhak Stern (Ben Kingsley) wird Geschäftsführer der Fabrik und benutzt seine Beziehungen, um möglichst viele Juden vor der Verfolgung zu beschützen. In der Folge wird Schindler Zeuge der Gräueltaten, die den Juden im Ghetto widerfahren. Schließlich beschließt er mittels seines neu gewonnenen Reichtums, so viele Juden wie möglich als Arbeitskräfte zu erwerben, um sie vor der Ermordung im KZ zu bewahren.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

1994 erhielt Steven Spielbergs „Schindlers Liste“ sieben Oscars und katapultierte sich damit in den Film-Olymp. Die Aufarbeitung der ungewöhnlichen Lebensgeschichte des Oskar Schindler beeindruckt bis zum heutigen Tage durch seine schier überwältigende Intensität. Dabei steht vor allem die charakterliche Ambivalenz des Protagonisten im Vordergrund, der einerseits NSDAP-Mitglied ist und auf dem Rücken der jüdischen Zwangsarbeiter zu beträchtlichem Reichtum gelang, andererseits dem unermesslichen Leid nicht mit verbundenen Augen gegenübersteht.

Im Zusammenspiel mit einem grandios agierenden Ben Kingsley steht mit zunehmender Spieldauer die Frage nach moralischer Verantwortlichkeit im Raum, die Schindler in bekannter Art und Weise für sich beantwortet. Angesichts der Thematik und der Spielzeit von beinahe 200 Minuten versteht es sich von selbst, dass „Schindlers Liste“ kein Film ist, den man zwischendurch mal eben anschaut. In Anbetracht der (film-)historischen Bedeutung hat es der Film allerdings auch verdient, ihm volle Aufmerksamkeit zu widmen.

Wer sich mit der historischen Persönlichkeit Oskar Schindler auseinandergesetzt hat, der weiß, dass Steven Spielberg wenig differenziert mit den zugrundeliegenden Fakten umgegangen ist. Im Hinblick auf andere historisch geprägte Filme befindet sich Spielberg in Hollywood damit allerdings in bester Gesellschaft. Nichtsdestotrotz ist es für jeden Cineasten geradezu eine Pflicht, sich „Schindlers Liste“ anzuschauen. Wichtigere Mainstream-Produktionen gibt in der Geschichte Hollywoods nämlich nur wenige. Das beweisen bereits die sieben erhaltenen Oscars im Jahre 1994.


Daten:

USA 1993, 194 Minuten, FSK: 12
Regie: Steven Spielberg
Genre: Biographie | Drama | Geschichte | Krieg
Darsteller: Liam Neeson, Ben Kingsley, Ralph Fiennes, uvm.


Für Fans von:

Der Pianist, Der Junge im gestreiften Pyjama, Sophie Scholl


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,9 von 10
moviepilot.de: 7,6 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5


Filmzitate:

„Diese Liste ist das Leben.“

„Mein Vater hat immer gerne gesagt: „Man braucht 3 Dinge im Leben: einen guten Arzt, einen verständnisvollen Beichtvater und einen gewitzten Buchhalter.“

„600 Jahre lang, hat es ein jüdisches Krakau gegeben, stellen sie sich das mal vor! Ab heute Abend, werden diese 600 Jahr nurnoch ein Gerücht sein. Die hat es nie gegeben! Heute ist ein historischer Tag!“



Auszeichnungen:

  • Der Film erhielt 1994 sieben Oscars und war für fünf weitere nominiert
  • Drei Golden Globe Awards
  • 7 BAFTA Awards



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Steven Spielberg (Auszug):

1997: Amistad
2002: Minority Report
2002: Catch Me If You Can
2004: Terminal
2008: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
2011: Die Abenteuer von Tim und Struppi
2011: Gefährten