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Casper (Edgar Flores), Mitglied bei der mexikanischen Jugendgang MS 13, sorgt dafür, dass Smiley (Kristian Ferrer) aufgenommen wird. Casper hält indessen seine Liebesziehung mit Martha (Diana Garcia) geheim, um sie aus den gefährlichen Bandenkriegen herauszuhalten. Als MS-13-Anführer Lil Mago (Tenoch Huerta) von der Beziehung erfährt, versucht er Martha zu vergewaltigen und tötet sie schließlich. Als Lil Mago auch noch Sayra (Paulina Gaitán) vergewaltigen will, die sich auf dem Weg in die USA befindet, stellt sich Casper gegen ihn – und bekommt es mit Smiley zu tun.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Überfliegt man die Inhaltsangabe zu „Sin nombre“ sind lose Assoziationen mit Filmen wie „City of God“ oder „Tsotsi“ wohl mehr oder minder zwangsläufig. Denn Filme, in denen (nicht amerikanische) Jugendgangs im Mittelpunkt stehen, haben im vergangenen Jahrzehnt für frischen Wind im Gangster-Genre gesorgt. Dass „Sin nombre“ vor der amerikanischen Haustür, nämlich Mexiko, und nicht etwa im fernen Afrika spielt, ist hierbei nur von untergeordneter Relevanz. Denn mehr als der politische Zusammenhang steht der Mikrokosmos der Jugendbande im Vordergrund, in dem unabhängig von der umgebenden Umwelt ganz eigene Gesetze herrschen.

Dass es „Sin nombre“ dabei gelingt, in die großen Fußstapfen der genannten Vorbilder zu treten, liegt nicht zuletzt am authentischen Spiel des größtenteils unbekannten Casts. So kann der Film geradezu dokumentarische Nähe zu den Geschehnissen aufbauen, was den Grad der Intensität auf ein beinahe unerträgliches Maß erhöht. Die dargestellten Ermordungen und Vergewaltigungen unter Jugendlichen dürften dem einen oder anderen Cineasten nämlich durchaus nachhaltig an die Nieren gehen.

Für Fans von „City of God“ und „Tsotsi“ ist „Sin nombre“ ein absolutes Muss. Wer hingegen nichts mit den Filmen von Fernando Meirelles und Gavin Hood anfangen kann, der wird auch nichts mit Cary Fukunagas Werk anfangen können. Wer dennoch nicht gänzlich auf exotisches Flair verzichten will, sich aber nicht in die Vollen zu gehen traut, dem sei an dieser Stelle „Slumdog Millionär“ empfohlen. Danny Boyle bietet nämlich eine Variation des Genres an, in der es zumindest etwas behutsamer zur Sache geht.


Daten:

Mexiko, USA 2009, 96 Minuten, FSK: 16
Regie: Cary Fukunaga
Genre: Abenteuer | Krimi | Drama | Thriller
Darsteller: Edgar Flores, Paulina Gaitan, Kristian Ferrer, uvm.


Für Fans von:

City of God, Hass, City of Men


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,6 von 10
moviepilot.de: 7,6 von 10
Filmstarts.de: 3 von 5


Filmzitate:

„Eine Hexe hat mir gesagt: Du kannst alles erreichen was du willst, aber sicherlich nicht mit Gottes Hilfe sondern an der Seite des Teufels.“

„Irgendwann muss der Arsch auftauchen.“

„Hast du Angst? Wenn wir zusammen sind ist alles gut.“



Auszeichnungen:

  • Ausgezeichnet als Bester ausländischer Film von der Austin Film Critics Association
  • 3 Nominierungen beim Independent Spirit Awards
  • Gewinner in 2 Kategorien beim Sundance Film Festival 2009



Sin nombre bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Cary Fukunaga:

2003: Kofi
2004: Victoria para chino
2009: Chinatown Film Project