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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,50 von 10 (16x bewertet)
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Mitte der 1980er: Der 15-jährige Conor (Ferdia Walsh-Peelo) lebt gemeinsam mit seiner Familie in Dublin. Aufgrund der elterlichen Finanzprobleme muss Conor sein Privatinstitut verlassen und wechselt auf eine staatliche Schule, wo er sich in der Rolle des Außenseiters wiederfindet. Um der beliebten Raphina (Lucy Boynton) zu imponieren, bietet er ihr an, im nächsten Musikvideo seiner Band aufzutreten. In der Folge stellt er mit Mitschüler Darren und seinem älteren Bruder Brendan eine typische 80er-Band auf die Beine und beginnt, eigene Lieder zu schreiben. Und tatsächlich winkt schon bald der erste Auftritt.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Dass Coming-of-Age- und Musikfilm eine fruchtbare Symbiose eingehen können, ist seit „Almost Famous“ nur noch eine Binsenweisheit. Und dass Regisseur John Carney seit „Once“ und „Can a Song Save Your Life“ zu den Größen des Musikfilm-Genres gehört ebenso. So kommt in „Sing Street“ gewissermaßen zwangsläufig eins zum anderen. Während sich „Almost Famous“ einst der Rockmusik der 70er verschrieb, steht in „Sing Street“ der Pop der 80er-Jahre im Mittelpunkt und bildet so etwas wie den atmosphärischen Kitt, der die Figuren und den an sich harmlosen Plot zu einem der sehenswertesten Coming-of-Age-Filme der letzten Jahre vermengt. Dabei ist es noch nicht einmal hinderlich, wenn sich die eigenen Berührungspunkte mit „The Cure“, „The Clash“ oder „Spandau Ballet“ in Grenzen halten.

In erster Linie ist „Sing Street“ nämlich an seinen (zumeist) verschrobenen Figuren interessiert und funktioniert mehr als leichtfüßiger Film über die Jugend, als tatsächlich popkulturelle Diskurse zu verarbeiten. In diesem Sinne trägt der Film keinerlei satirische Zwischentöne in sich und nimmt seine liebenswerten Protagonisten mit einem wohlgemeinten Augenzwinkern durchaus ernst. Da Hauptdarsteller Ferdia Walsh-Peelo in seiner ersten Filmrolle überhaupt zudem eine wahre Glanzleistung abliefert, steht der Freude über den bis hierhin wohl reifsten Film von John Carney nichts mehr im Wege. Wir sagen: Für Fans von musikalischen Coming-of-Age-Filmen ist „Sing Street“ neben „Almost Famous“ der neue Stern am Genre-Himmel.



Daten:

USA/GBR/IRL 2016, 105 Minuten, FSK: 6
Regie: John Carney
Genre: Musikfilm | Tragikomödie
Darsteller: Ferdia Walsh-Peelo, Aidan Gillen, Maria Doyle Kennedy, uvm.


Für Fans von:

La La Land, Once, Almost Famous


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8.0 von 10
moviepilot.de: 7.2 von 10
Filmstarts.de: 3.8 von 5


Auszeichnungen:

  • Eine Nominierung bei den Golden Globes.
  • Eine Auszeichnung bei den Atlanta Film Critics Society Awards.
  • Zwei Auszeichnungen beim Nashville Film Festival.



Weitere Filme von John Carney:

2007: Once
2009: Zonad
2012: The Rafters
2013: Can a Song Save Your Life?