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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,56 von 10 (392x bewertet)
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Zinos Kazantsakis (Adam Bousdoukos) kann sich mit seinem Restaurant Soul Kitchen so gerade über Wasser halten. Als sein Bruder Illias (Moritz Bleibtreu) aus dem Knast kommt, verschafft ihm Zinos im Soul Kitchen einen Job, zudem stellt er Koch Shayn (Birol Ünel) ein. Dieser vergrault mit seinen extravaganten Mahlzeiten allerdings die letzten Gäste. Derweil muss sich Zinos mit Immobilien-Hai Neumann (Wotan Wilke Möhring) herumschlagen, der das Soul Kitchen des Grundstücks wegen kaufen will. Als Illias zu allem Überfluss 50.000 Euro beim Pokern gegen Neumann verliert, scheint alles dahin.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Wer Fatih Akins preisgekrönten Film „Gegen die Wand“ gesehen hat, der kann sich ausmalen, dass es in „Soul Kitchen“ stilsicher und lebensnah zur Sache geht. Doch während es sich bei „Gegen die Wand“ um ein hartes Drama handelt, sind die Probleme des Zinos Kazantsakis zumeist zum Schmunzeln. Ohne dass er eigentlich besonders viel dafür könnte, läuft in seinem Restaurant beinahe alles schief, was schief laufen kann, samt kleinkriminellem Bruder und verrückt gewordenem Koch. Dabei übertritt „Soul Kitchen“ allerdings nie die Grenze zur reinen Komödie.

Vielmehr stehen die zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund, die in besonderen Situationen für skurrile Verwicklungen sorgen. Dabei schwankt der Film zwischen liebevoller Studie eines außergewöhnlichen Bruderpaares und Screwball-Einlagen, die insbesondere in Szenen mit Birol Ünel ihre besten Momente haben. Dass der Film trotz seines eher konventionellen Drehbuches überzeugen kann, liegt nicht zuletzt an den spielfreudigen Darstellern. Denn sowohl Hauptdarsteller Adam Bousdoukos als auch Moritz Bleibtreu geben eine mehr als gute Figur ab und erheben „Soul Kitchen“ mit Leichtigkeit über das deutsche Film-Einerlei.

Aufgrund des leicht trivialen Charakters reicht „Soul Kitchen“ zwar nicht an die außerordentliche Qualität von „Gegen die Wand“ heran, dürfte allerdings bei so manchem Cineasten für einen entspannten Film-Abend sorgen. Fatih Akins kommerziell erfolgreichster Film sei nämlich auch denjenigen empfohlen, die ansonsten nicht so viel mit Komödien anfangen können.


Daten:

Deutschland 2009, 100 Minuten, FSK: 12
Regie: Fatih Akin
Genre: Komödie
Darsteller: Adam Bousdoukos, Moritz Bleibtreu, Birol Ünel, uvm.


Für Fans von:

Adams Äpfel, Friendship!, Basta. Rotwein oder Totsein


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,3 von 10
moviepilot.de: 6,6 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5


Filmzitate:

„Ich weiß so viel von Restaurants, dass ich weiß, dass ich kein eigenes haben will.“

„Der hat das Finanzamt gefickt. Und das Finanzamt hat ihn gefickt!“

„Du hast doch nie gearbeitet.“ – „Ich will auch nur so tun als ob.“

„Keine Bewegung!“ – „Ich kann mich nicht bewegen, ich hab Bandscheibe.“



Auszeichnungen:

  • Norddeutscher Filmpreis 2010 in der Kategorie „bester Kinofilm“
  • Nominierungen für den Preis der deutschen Filmkritik
  • Nominierungen für den Deutscher Filmpreis 2010 in den Kategorien bester Film und Schnitt
  • Silberner Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig



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Weitere Filme von Fatih Akin:

1998: Kurz und schmerzlos
2000: Im Juli
2001: Wir haben vergessen zurückzukehren
2002: Solino
2004: Gegen die Wand
2007: Auf der anderen Seite
2009: New York, I Love You