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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,43 von 10 (616x bewertet)
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Nachdem der Killer Frank (Henry Fonda) im Auftrag des Eisenbahnunternehmers Morton den Ehemann von Jill McBain (Claudia Cardinale) getötet hat, übernimmt diese die Bahnstation, die Morton nach dem Mord sein Eigen glaubte. Unterstützt von Revolverheld Cheyenne (Jason Robards), der zunächst der Gewalttat bezichtigt wird, begibt Jill sich trotz aller Widrigkeiten daran, das Erbe ihres Mannes anzutreten. Bald taucht zudem ein geheimnisvoller Mundharmonikaspieler (Charles Bronson) auf, der mit Frank noch eine Rechnung zu begleichen hat. Es kommt zum zwangsläufigen Duell.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

„Spiel mir das Lied vom Tod“ ist ohne Frage der berühmteste Italo-Western der Filmhistorie und zählt neben „Zwei glorreiche Halunken“ und „Es war einmal in Amerika“ wohl zu Sergio Leones Hauptwerken. Und dabei nahm das Publikum den Film seiner Zeit äußerst kritisch auf und konnte sich nach den harten Eastwood-Western der „Dollar-Trilogie“ nicht mit den eher epochalen Ausschweifungen des Films anfreunden. Doch zum Glück besannen sich Publikum und Kritiker eines Besseren, denn heute nennt man „Spiel mir das Lied vom Tod“ in einem Atemzug mit den besten Filmen aller Zeiten.

Dazu hat nicht zuletzt die weltberühmte Melodie beigetragen, die der wortkarge Charles Bronson seiner Mundharmonika entlockt und damit nicht nur eingefleischte Western-Fans begeistert. Dass Henry Fonda zudem als skrupelloser Mörder gegen den Strich besetzt wurde, da er zuvor ausschließlich den patriotischen Amerikaner mimen durfte, stellt darüber hinaus ein Glücksgriff dar. Denn Fonda fand in der Figur des perfiden Sadisten Frank wohl die Rolle seines Lebens, was nicht zuletzt an seinen Gegenspielern liegt. Mit Bronson, Robards und Claudia Cardinale stehen ihm nämlich gleich drei Stars ihrer Zeit gegenüber, die aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ ein unvergleichliches Meisterwerk werden ließen.

Es stellt eine mehr oder minder kuriose Tatsache dar, dass Western-Held und Leone-Kumpel Clint Eastwood nicht im bekanntesten und vielleicht besten Western Sergio Leones mitspielt – ein eigentlich geplanter Cameo-Auftritt gemeinsam mit den Protagonisten aus „Zwei glorreiche Halunken“ kam aus Zeitgründen nicht zu Stande. Dies darf jedoch selbst den Eastwood-Fans keine Ausrede sein, „Spiel mir das Lied vom Tod“ nicht gesehen zu haben.


Daten:

Italien, USA 1968, 159 Minuten, FSK: 16
Regie: Sergio Leone
Genre: Western
Darsteller: Henry Fonda, Claudia Cardinale, Charles Bronson, uvm.


Für Fans von:

Für eine Handvoll Dollar, Für ein paar Dollar mehr


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,8 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
moviepilot.de: 8,7 von 10


Filmzitate:

„Am Bahnhof waren drei Mäntel und in den drei Mänteln standen drei Männer und in den drei Männern waren drei Kugeln…“

„Jetzt verfaulst du langsam, jeden Tag ein Stückchen mehr. Ein Mann mit Charakter hätte sich längst ’ne Kugel in den Kopf geschossen.“

„Vielleicht sind meine Waffen nicht so wirkungsvoll wie deine. Aber sie machen kleine nette Löcher. Und damit bin ich zufrieden.“

„Wer hier draussen falsch kombiniert, lebt nicht lange.“ – „Merk dir das genau!“



Auszeichnungen:

  • 1984: Goldene Leinwand mit Stern
  • 1969: David di Donatello für die beste Produktion
  • Aufnahme in das National Film Registry



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Sergio Leone (Auszug):

1964: Für eine Handvoll Dollar
1965: Für ein paar Dollar mehr
1966: Zwei glorreiche Halunken
1984: Es war einmal in Amerika