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Vincent MacKenna (Bill Murray) lebt zurückgezogen in seinem Haus und vertreibt sich die Zeit mit Pferdewetten und Alkoholika. Die Rechnungen für seine im Sanatorium lebende Ehefrau wachsen ihm seit geraumer Zeit über den Kopf. Indes zieht in unmittelbarer Nähe Maggie Bronstein (Melissa McCarthy) und ihr Sohn Oliver (Jaeden Liebeher) in die Nachbarschaft. Maggie beauftragt Vincent damit, auf Oliver aufzupassen, während sie auf der Arbeit ist. Da Vincent das Geld gebrauchen kann, sagt er zu und entwickelt mit der Zeit eine freundschaftliche Zuneigung zu Oliver, der so manchen Ratschlag gut gebrauchen kann.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Der geneigte Cineast muss gar nicht so weit in die Vergangenheit blicken, um mit „Gran Torino“ einen modernen Präzedenzfall hervorzukramen. Ein knorriger Alter, der einen Jüngling unter seine Fittiche nimmt? Eastwoods Paradestück sorgte erst im letzten Filmjahrzehnt für Jubelstürme bei Kritiker und Cineasten. Doch während „Gran Torino“ sich vornehmlich auf die Untiefen gesellschafts-politischer Abgründe beruft, funktioniert „St. Vincent“ eher als emotionales Rührstück auf höchstem Niveau. Dass Bill Murray seit „Lost in Translation“ dabei zum x-ten Mal den liebenswerten Grantler gibt und Regisseur Theodore Melfi nicht wirklich innovativ zu Werke geht, bleiben nur Randnotizen. Denn auch wenn sich das Happy End bereits im Vorspann ankündigt, gehört „St. Vincent“ zu den erfrischendsten Hollywood-Produktionen des angebrochenen Jahrzehnts.

Größten Anteil hieran hat fraglos die grandiose Dynamik zwischen Murray und Jaeden Lieberher. Der Jungstar bietet dem Hollywood-Haudegen in beinahe jeder Szene die Stirn und weiß das routiniert (und ebenfalls von Melfi) verfasste Drehbuch auszureizen. Wir sagen: Wem „Gran Torino“ zu düster war, findet mit „St. Vincent“ den vielleicht liebenswertesten Film der letzten Jahre – und zudem den mit großem Abstand besten Film, in dem Melissa McCarthy bis hierhin mitgespielt hat.

Jaeden Lieberher gehört derzeit zu den angesagtesten Jungschauspielern Hollywoods. Nach „St. Vincent“ stand er bereits für Cameron Crowe in „Aloha“ und für Jeff Nichols in „Midnight Special“ vor der der Kamera. Wir sind gespannt, welches Karriere-Highlight folgt!



Daten:

USA 2014, 102 Minuten, FSK: 6
Regie: Theodore Melfi
Genre: Komödie | Drama
Darsteller: Bill Murray, Melissa McCarthy, uvm.


Für Fans von:

Gran Torino, Besser geht’s nicht, 10 Dinge, die ich an Dir hasse


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.3 von 10
moviepilot.de: 6,4 von 10
Filmstarts.de: 4,0 von 5


Filmzitate:

„Ich zeig Dir ‘nen Trick. Wenn Du‘s richtig machst, brichst Du ihm damit die Nase.“

„Warum mäht er diesen Staub-Acker hier?“

„Ich zeige ihm, wie die Welt funktioniert. Arbeiten, Geld verdienen, Trinken!“



Auszeichnungen:

  • Vier Nominierungen bei den Critics‘ Choice Movie Award
  • Zwei Nominierungen bei den Golden Globe Awards
  • Eine Nominierung beim Chicago International Film Festival



Weitere Filme von Theodore Melfi:

1998: Park Day
1999: Winding Roads
2010: Bed & Breakfast: Love is a Happy Accident
2016: Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen