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Linguistin Alice Howland (Julianne Moore) steht voll im Leben und führt eine liebevolle Beziehung mit ihrem Mann John (Alec Baldwin). Nach ihrem 50. Geburtstag mehren sich Situationen, in denen sie Wortfindungsschwierigkeiten und Orientierungsprobleme bei sich bemerkt. Sie lässt sich untersuchen und erhält die niederschmetternde Diagnose: Früh einsetzende Alzheimer-Krankheit. Ihr Mann und ihre Kinder (u. a. Kristen Stewart) reagieren geschockt und müssen lernen, damit umzugehen, dass Alice nach und nach alles um sich herum vergisst. Alice selbst versucht der Krankheit alle Lebenskräfte entgegenzusetzen, die ihr zur Verfügung stehen.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Auch wenn „Still Alice“ nicht im Stile einer klassischen Tragödie erzählt wird und die Atmosphäre trotz des tragischen Schicksals der Protagonistin betont lebensbejahend anmutet, dürfte der Film selbst hartgesottenen Cineasten an die Nieren gehen. Und das umso mehr, wenn man sich vor Augen hält, dass Regisseur Richard Glatzer mit Ende 50 an der Nervenkrankheit ALS erkrankte und kurz nach der Oscarauszeichnung für Hauptdarstellerin Julianne Moore seinem Leiden erlag. „Still Alice“ ist also das traurig-schöne Vermächtnis Glatzers und allein schon deshalb kein Film wie jeder andere. Ähnlich wie etwa Hanekes „Liebe“ setzt das Drama auf die Kraft der Würde und kann sich dabei vor allem auf Moore verlassen. Eingerahmt von namhaften Nebendarstellern liefert Moore eine nahezu unwirkliche Vorstellung ab und verschmilzt geradezu mit ihrer Figur.

In nachvollziehbaren Nuancen zeichnet Moore das Bild einer starken Frau, die sich trotz des Unvermeidlichen ihrer Krankheit stellt und damit bewundernswerten Mut beweist. Alec Baldwin, als mitfühlender Ehemann, zeigt (nach längerer Zeit) ebenfalls eine erinnerungswürdige Vorstellung und beweist im Zusammenspiel mit Moore erstaunliches Geschick, sich in den jeweiligen Szenen nicht in den Vordergrund zu spielen. Wir sagen: „Still Alice“ ist ein berührendes Drama, das das Jahr 2014 um eine Filmperle bereichert und zu Recht zum Kanon der sehenswerten modernen Hollywood-Filme gezählt wird. Unbedingt empfehlenswert!



Daten:

USA 2014, 101 Minuten, FSK: 0
Regie: Richard Glatzer, Wash Westmoreland
Genre: Drama
Darsteller: Julianne Moore, Kristen Stewart, Kate Bosworth, uvm.


Für Fans von:

Drei Farben – Blau, Vergiss mein nicht!, Memento


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.5 von 10
moviepilot.de: 7,1 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Auf die mit Abstand schönste und mit Abstand intelligenteste Frau, die ich in meinem ganzen Leben kennenlernen durfte!“

„Wir müssen die wichtigen Dinge in unserem Leben aufrecht erhalten. Wir müssen es versuchen, sonst werden wir verrückt.“

„Ich muss nicht leiden, ich muss kämpfen, um noch an den Dingen teilhaben zu können.“



Auszeichnungen:

  • Eine Auszeichnung bei den AACTA International Awards 2015
  • Eine Auszeichnung bei den British Academy Film Awards 2015
  • Eine Auszeichnung bei der Oscarverleihung 2015



Weitere Filme von Richard Glatzer:

1993: Grief
2001: The Fluffer
2006: Echo Park L.A.
2013: Mein Leben mit Robin Hood