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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,26 von 10 (23x bewertet)
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Der 15-jährige Oliver Tate (Craig Roberts) lebt mit seinen Eltern in einem kleinen Küstenstädtchen in Wales. Während seine Eltern mit Eheproblemen zu kämpfen haben, sucht Oliver seinen Platz im Leben. In der Schule fällt es ihm aufgrund seiner verschrobenen Art schwer, soziale Kontakte aufzubauen. Einzig Außenseiterin Jordana (Yasmin Paige) scheint sich für ihn zu interessieren und kann etwas mit Olivers schrägen Ansichten anfangen. Bald gehen beide eine Beziehung ein und versuchen, mit den Tücken des Heranwachsens auf ihre ganz eigene Art und Weise fertig zu werden.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Nein, „Submarine“ ist kein Film von Wes Anderson. Könnte er aber sein. Die lakonisch-verquere Art des Protagonisten und nicht zuletzt die im Fokus stehenden herrlich absurden Liebesbeziehungen erinnern doch stark an Anderson-Werke wie etwa „Die Royal Tenenbaums“ oder „Die Tiefseetaucher“. Oder ist es vielleicht gar andersherum? Schließlich ist „Submarine“ zu großen Teilen britisch und stammt somit aus der eigentlichen Heimat der etwas anderen Komödie, welche wiederum Regisseure wie Wes Anderson amerikanisiert und in der modernen US-amerikanischen Filmlandschaft salonfähig gemacht haben. So oder so: „Submarine“ ist ein echtes Filmjuwel, das es für Cineasten zu entdecken gilt.

Im Gegensatz zu einer Vielzahl der US-amerikanischen Genre-Highlights gehört Richard Ayoades Regie-Debüt bis zum heutigen Tage schließlich eher zu den Geheimtipps unter den Coming-of-Age-Produktionen der letzten Jahre. Dabei kann es sich der Film sogar herausnehmen, seinen altklugen Protagonisten nicht ins allerbeste Licht zu rücken. Ein 15-Jähriger, der sich für einen geniebelasteten Dichter hält, das Pfeifenrauchen für sich in Betracht zieht und seine Handlungen in hochgestochenen Off-Monologen kommentiert? Ein Sympathiewettbewerb ist so eher nicht zu gewinnen. Oder gerade doch? Denn gerade die in eine melancholische Grundstimmung getauchte Verschrobenheit des Oliver Tate ist die eigentliche Stärke des Films. Am Ende muss der Zuschauer entscheiden: War das jetzt eine bloße Freak-Show oder das herzerwärmende Portrait einer liebenswürdigen Figur, die es nur im Film gibt – und geben kann.



Daten:

UK/US 2010, 97 Minuten, FSK: 0
Regie: Richard Ayoade
Genre: Komödie | Drama | Romanze
Darsteller: Craig Roberts, Sally Hawkins, Yasmin Paige, uvm.


Für Fans von:

Boyhood, Good Will Hunting, Wenn Träume fliegen lernen


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.3 von 10
moviepilot.de: 7.5 von 10
Filmstarts.de: 4.5 von 5


Weitere Filme von Richard Ayoade:

2011: Community (Fernsehserie)
2014: The Double