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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,31 von 10 (574x bewertet)
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New York bei Nacht. Travis Bickle (Robert De Niro) erlebt als Taxifahrer die Großstadt als Moloch. Versucht er zunächst noch eine zum Scheitern verurteilte Beziehung zur Wahlkampfhelferin Betsy aufzubauen, macht er es sich schließlich zur Aufgabe, die Kinderprostituierte Iris (Jodie Foster) zu befreien. In einem Akt gnadenloser Gewalt richtet er sich letztendlich gegen das System.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Ist Travis Bickle ein Wahnsinniger? Jemand, der den Schmutz und den in ihm aufsteigenden Ekel vor der Mutation Großstadt nicht aushält und infolgedessen Amok läuft, ohne bemerkt zu haben, dass er selbst Teil des Ganzen ist? Martin Scorsese und Drehbuchautor Paul Schrader machen es einem nicht unbedingt leicht, diese und andere sich bietende Fragen mit einer klaren Antwort zu versehen. Sicher ist, Travis ist einsam – und das gleich in mannigfaltiger Art und Weise. Außerhalb stehend von Gesellschaft, Politik und zwischenmenschlichen Beziehungen steigert er sich in einen Hass auf die Menschheit an sich, die übergreifend korrupt, gewalttätig und entartet anmutet – zumindest aus Travis’ persönlicher Sicht. Der Film nämlich bleibt subjektiv, beschreibt mittels Travis’ Tagebucheinträgen seine zunehmend fatalistischer werdende Weltsicht, in der er sich als vermeintlich moralisch Überlegener dazu berufen sieht, sich gegen das Unrecht und die Heuchelei seiner Umgebung zur Wehr zu setzen.

Mag man über die neueren Scorsese-Filme denken, was man will – „Taxi Driver“ gehört ohne Zweifel zu den großen Filmen des New Hollywood. In groben, zuweilen an die Nouvelle Vague erinnernden Bildern erzählt „Taxi Driver“ die Geschichte seines zerrissenen, nur in sich lebenden Protagonisten, ohne dabei jemals den Blick für das Ganze zu verlieren. Nie nämlich wurde New York gleichermaßen finster wie ekelerregend in Szene gesetzt, was dem Film eine Nachwirkung verleiht, die so manchem neueren Scorsese-Projekt gut zu Gesicht
stünde.


Daten:

USA 1976, 114 Minuten, FSK: 16
Regie: Martin Scorsese
Genre: Drama
Darsteller: Robert De Niro, Peter Boyle, Jodie Foster, Harvey Keitel, uvm.


Für Fans von:

Scarface, Natural Born Killers, Good Fellas


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,6 von 10
moviepilot.de: 8,8 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5


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Filmzitate:

„Warum willst du den Job?“ – „Ich kann nachts nicht schlafen.“

„Wissen Sie Travis – mir ist klar geworden, dass man Amerika besser im Taxi kennenlernt, als abgeschirmt in sterilen Limousinen.“

„Hört zu, Ihr Wichser, ihr Scheißköpfe. Hier is ein Mann, der sich nicht mehr alles gefallen läßt. Ein Mann, der sich gegen den Abschaum, die Nutten, die miesen Schweine, den Dreck und die Scheiße wehrt… hier ist jemand, der sich wehrt!.“



Auszeichnungen:

Taxi Driver wurde 1976 bei den Filmfestspielen in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet und gewann außerdem 4 Academy Awards u.a. in der Kategorie „Bester Film“ und „Beste Musik“


Weitere Filme von Martin Scorsese (Auszug):

1995: Casino
1997: Kundun
1999: Bringing Out the Dead
2002: Gangs of New York
2004: Aviator
2006: Departed – Unter Feinden
2010: Shutter Island
2011: Hugo Cabret


Weitere Filme mit: