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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,73 von 10 (263x bewertet)
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Gerry Boyle (Brendan Gleeson) ist Polizist in einem irischen Kaff und an den seltensten Tagen gut gelaunt. Neben dem geistlosen Alltag macht ihm der Mord an einem Mitglied eines Drogenkartells zu schaffen. Zu allem Überfluss mischt sich das FBI in die Angelegenheit ein und stellt Boyle den aufgeräumten Wendell Everett (Don Cheadle) an die Seite. Das ungleiche Duo stößt bald auf eine weitreichende Verschwörung. Das Kartell scheint nämlich nicht davor Halt gemacht zu haben, die Polizei zu unterwandern. In der Folge sind Boyle und Everett auf sich allein gestellt.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Wer „Brügge sehen… und sterben?“ gesehen hat, der wird beim Namen McDonagh fraglos aufhorchen. Martin McDonagh zeichnet nämlich für die Regie des modernen Kult-Films verantwortlich und ließ Cineasten auf der ganzen Welt anerkennend mit den Köpfen wippen. Dass ein gewisser McDonagh bei „The Guard“ als Regisseur aufgelistet wird, dürfte demnach für wahre Jubelstürme bei allen Film-Fans sorgen. Bei genauerem Hinsehen bedarf es allerdings einer Erklärung. Denn während Martin McDonagh mit „Brügge…“ einen Überraschungserfolg feierte, ist „The Guard“ das Kino-Debüt seines Bruders John Michael McDonagh. Dass beide mehr verbindet als nur das gleiche Ausgangserbgut ist jedoch rasch erkannt.

„The Guard“ tritt nämlich auf beinahe so eigenartige Weise in die Fußstapfen von „Brügge…“, dass man der Annahme verfallen könne, Martin McDonagh habe sich den Namen John Michael nur mal eben schnell ausgedacht. Der Film pfeift dabei auf die Gesetzmäßigkeiten des Kriminalfilms und unterwandert die Zuschauer-Erwartungen mit einem oftmals derart unerwarteten Humor, dass selbst Vielseher entzückt die Brauen heben dürften. „Eben wie beim Film des Bruders“, mag man da sagen. Ja, wie „Brügge…“ – aufgrund dramaturgischer Unzulänglichkeiten in letzter Konsequenz vielleicht dann aber doch nicht so stilsicher. Ein uneingeschränkte Empfehlung bleibt „The Guard“ für alle Fans von unangepassten Filmen allerdings dennoch.

An dieser Stelle zu erwähnen, dass alle, die sich für „Brügge…“ erwärmen konnten, geradezu dazu verpflichtet sind, „The Guard“ eine Chance zu geben, wäre viel zu absurd, um es zu tun.


Daten:

USA 2011, 96 Minuten, FSK: 16
Regie: John Michael McDonagh
Genre: Komödie | Krimi | Thriller
Darsteller: Brendan Gleeson, Don Cheadle, Liam Cunningham, uvm.


Für Fans von:

Brügge sehen… und sterben?, Snatch, Layer Cake


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,4 von 10
moviepilot.de: 7,5 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Ich bin Ire. Rassismus ist Teil meiner Kultur.“

„Wie viele Morde hatten ihr den in den letzten 24 Stunden?“

„Ich krieg Kopfschmerzen von Milchshakes.“



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Weitere Filme von John Michael McDonagh:

2000: The Second Death