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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,80 von 10 (25x bewertet)
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Irak 2004: Nach dem Tod von Sergeant Thompson (Guy Pearce) übernimmt Sergeant William James (Jeremy Renner) die Führung eines Kampfmittelbeseitigungsteam der US-Armee. Während Thompson für seine ruhige und rücksichtsvolle Herangehensweise bekannt war, müssen die Team-Mitglieder Sanborn (Anthony Mackie) und Eldridge (Brian Geraghty) bald einsehen, dass James ein Draufgänger ist, der stets alles auf eine Karte setzt. Als sich James entschließt, den Tod eines einheimischen Jungen auf eigene Faust zu untersuchen und sich damit abermals in Lebensgefahr begibt, nehmen die Spannungen nur weiter zu.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Wäre „The Hurt Locker“ nicht eines der besten Kriegsdramen der modernen Filmgeschichte, sondern womöglich ein bloßer Action-Kracher mit der einen oder anderen gut gesetzten Pointe, dann würden wir dennoch jedem Cineasten empfehlen, den Film in seine hauseigene Sammlung aufzunehmen. Neben der hintersinnigen Aufarbeitung des persönlichen Kriegstraumas der jeweiligen Figuren samt dokumentarisch wirkenden Einstellungen hat „The Hurt Locker“ nicht zuletzt eines zu bieten: Kathryn Bigelow. Und wäre der Umstand, dass Bigelow einst mit James Cameron das Regie-Traumpaar Hollywoods bildete nicht genug, schrieben eben Bigelow und „The Hurt Locker“ echte Filmgeschichte.

In der bis hierhin 88 Jahre währenden Geschichte der Academy Awards ist Bigelow bislang die erste und einzige Frau überhaupt, die einen Regie-Oscar einheimsen konnte. Und dass hierfür ausgerechnet ein Film wie „The Hurt Locker“ herhalten muss, ist ein großes Glück für alle Kino-Fans. Denn anstatt einen Oscar aus Gründen der politischen Korrektheit erhielt die Kalifornierin die begehrte Trophäe für einen wahrhaft meisterhaften Film. Die schier unbedarfte Leichtigkeit, mit der Bigelow Hollywood- mit Indie-Produktion, Actionszenen mit tatsächlich dramatischen Einschüben und Mainstream-Abläufe mit unerwarteten Abzweigungen mischt, ist schlichtweg ungewöhnlich gut. Das und die historische Oscar-Auszeichnung sind uns eine uneingeschränkte Empfehlung wert. Und da dürften selbst jene Cineasten, die Jeremy Renner nicht unbedingt für den talentiertesten Hollywood-Schauspieler halten, keine großen Einwände mehr haben.


Daten:

USA 2008, 131 Minuten, FSK: 16
Regie: Kathryn Bigelow
Genre: Action | Drama | Geschichte | Krieg
Darsteller: Jeremy Renner, Anthony Mackie, Brian Geraghty, uvm.


Für Fans von:

Apocalypse Now, Full Metal Jacket, Der Soldat James Ryan


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.6 von 10
moviepilot.de: 7.7 von 10
Filmstarts.de: 4.0 von 5


Filmzitate:

„100 Meter Abstand – Ansonsten wird geschossen!“

„Also, wenn das kein Aufständischer war… JETZT ist er einer!“

„Und ich finde, Du hast mich härter geschlagen, als ich Dich, Du miese Drecksau! Und deswegen schulde ich Dir noch eine aufs Maul.“



Auszeichnungen:

  • Sechs Auszeichnungen und drei Nominierungen bei der Oscarverleihung 2010
  • Sechs Auszeichnungen und zwei Nominierungen bei den British Academy Awards 2010
  • Zwei Auszeichnungen und sechs Nominierungen bei den Broadcast Film Critics Awards 2010



Weitere Filme von Kathryn Bigelow:

1995: Strange Days
2000: Das Gewicht des Wassers
2002: K-19 – Showdown in der Tiefe
2012: Zero Dark Thirty