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Albert (Colin Firth) ist der zweitälteste Sohn des König George V. von Großbritannien und damit hinter seinem Bruder David nächster Thronfolger. Bei einer Rundfunkansprache offenbart sich allerdings Alberts Achillesferse: Er stottert und ist nicht in der Lage, öffentliche Reden zu halten. Um diesem Problem zu entgegnen, engagiert er Lionel Logue (Geoffrey Rush), der Albert mittels unkonventionellen Behandlungsmethoden helfen soll. Nach anfänglichen Schwierigkeiten schlagen Logues Methoden tatsächlich an und die beiden Männer schließen Freundschaft – bis schließlich George V. stirbt und Albert mit David in Streit um die Thronfolge gerät.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Dass ein Film über die logopädischen Probleme eines angehenden britischen Königs bei den Academy Awards 2011 zum besten Film des Jahres gewählt wurde, dürfte den einen oder anderen leicht zynisch veranlagten Cineasten bis zum heutigen Tage zu einem verschmitzten Lächeln herausfordern. Und tatsächlich mutet der Inhalt des Films zumindest nüchtern betrachtet nicht unbedingt weltbewegend an. „The King’s Speech“ ist allerdings ein schillerndes Beispiel dafür, dass Filme mehr sind als ihr bloßer Inhalt. Rund um das im Mittelpunkt stehende sprachliche Dilemma webt Regisseur Tom Hooper nämlich ein außergewöhnlich atmosphärisches Portrait, in dem nicht zuletzt die wechselhafte Beziehung zwischen Albert und Lionel für die erinnerungswürdigsten Szenen sorgt. Dass Hauptdarsteller Colin Firth dabei eine ungemein faszinierende Leistung abliefert, beweist nicht nur der persönliche Triumph bei den Academy Awards, sondern vor allem jener Umstand, dass Firth jede einzelne Szene für sich einnimmt und mittels einer kaum erklärbaren, immer traurigen Würde die Leiden seiner Figur eindrucksvoll zum Ausdruck bringt.

Ähnlich wie Philip Seymour Hoffman gehörte Colin Firth lange Zeit zu jenen Schauspielern, die sich in unzähligen Nebenrollen in die Herzen der Cineasten spielen konnten, ohne dabei von der breiten Öffentlichkeit als Star wahrgenommen zu werden. Mit seinem Oscar in der Tasche bleibt nun zu hoffen, dass Firth der neu gewonnenen Aufmerksamkeit trotzt und bei seiner Rollenauswahl – anders als Philip Seymour Hoffman nach seinem Oscar für „Capote“ – weiterhin das richtige Näschen beweist.


Daten:

Großbritannien, USA 2010, 118 Minuten, FSK: 0
Regie: Tom Hooper
Genre: Biographie | Drama | Geschichte
Darsteller: Colin Firth, Helena Bonham Carter, Derek Jacobi, uvm.


Für Fans von:

Das Labyrinth der Wörter, Der Letzte König von Schottland, A Single Man


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,3 von 10
moviepilot.de: 7,8 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Mein Mann muss gelegentlich in der Öffentlichkeit sprechen.“

„Gute Pointen sind nicht meine Stärken.“

„Ich will nicht der irre King George der Stotterer sein.“



Auszeichnungen:

  • Ausgezeichnet mit dem Oscar in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch und Bester Hauptdarsteller
  • Golden Globe Awards in der Kategorie Bester Hauptdarsteller
  • Europäischer Filmpreis 2011 in den Kategorien Bester Darsteller, Bester Schnitt und Europäischer Publikumspreis



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Weitere Filme von Tom Hooper (Auszug):

2003: Heißer Verdacht: Die letzten Zeugen
2005: Elizabeth I
2008: John Adams
2009: The Damned United