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Randy Robinson (Mickey Rourke) war einst ein gefeierter Wrestler in den 80er Jahren. In die Jahre gekommen, hält er sich mit schlecht besuchten Kämpfen über Wasser, ist aber längst zu einem Schatten seiner selbst verkommen. Nachdem er nach einem Kampf einen Herzinfarkt erleidet, versucht er, sein Leben neu zu ordnen. In Stripperin Cassidy (Marisa Tomei) findet er eine Freundin, die ihm rät, Kontakt zu seiner Tochter Stephanie (Evan Rachel Wood) aufzunehmen. Scheint es zunächst so, als könne Randy endlich ein neues Leben beginnen, holt ihn seine Vergangenheit bald wieder ein.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Mickey Rourke war einst ein gefeierter Schauspieler in den 80er Jahren. In die Jahre gekommen, hielt er sich mit schlecht besuchten Filmchen über Wasser, ist aber längst zu einem Schatten seiner selbst verkommen. Groschen gefallen? Nicht ganz zufällig spielt Ex-Frauenschwarm Mickey Rourke die Rolle des abgehalfterten Randy Robinson. Und dass Rourke in Darren Aronofskys preisgekröntem Drama wohl die beste Leistung seiner wechselhaften Karriere abliefert, dürfte wohl ebenso wenig überraschen.

Im Grunde spielt Rourke nämlich sich selbst – und das mehr als überzeugend. Denn „The Wrestler“ ist eine einzige One-Man-Show des Mickey Rourke, dem die auf Independent getrimmte Kamera im wahrsten Sinne des Wortes auf jedem Schritt folgt und wie beiläufig das traurige Dasein des Randy „Rourke“ Robinson offenbar werden lässt. Das könnte zur Folge haben, dass Rourke-Verächter nicht besonders viel mit dem Film anfangen können. Alle anderen hingegen können sich auf ein berührendes, dabei aber immer raues Drama freuen, das zum Besten gehört, was das amerikanische Kino im vergangenen Jahrzehnt hervorgebracht hat.

Dass Sean Penn 2009 den Oscar für den besten Hauptdarsteller erhielt und eben nicht Mickey Rourke, war fraglos eine der albernsten Entscheidungen bei den Academy Awards in den letzten Jahren. Und angesichts der Rollenauswahl, die Rourke in den Jahren nach seinem Comeback getroffen hat, scheint es eher unwahrscheinlich, dass er mittelfristig noch mal so nah ein einen Oscar-Triumph kommen wird. Aber immerhin ist der Geldbeutel nun wieder prall gefüllt.


Daten:

USA 2005, 108 Minuten, FSK: 16
Regie: Darren Aronofsky
Genre: Drama | Romanze | Sport
Darsteller: Mickey Rourke, Marisa Tomei, Evan Rachel Wood, uvm.


Für Fans von:

Million Dollar Baby, 127 Hours, The Fighter


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,2 von 10
moviepilot.de: 8,3 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5


Filmzitate:

„Aber was den Kampf heute angeht: ich hab keine Ahnung, was du für ’nen Plan hast. Ich hätte da ’n paar Ideen: Ich dachte, wir heizen dem Publikum erst mal ein, dann verpass ich dir ’nen Tiefschlag, dann kommt der große Bulldog.“ – „Ach, tob dich richtig aus, man.“

„Nein, es tut nur weh, wenn du atmest.“

„Man weiss nie, wer da unten im Publikum sitzt.“

„Süsser, es geht nichts über Erfahrung. Ich mache Sachen, von denen deine Verlobte noch nicht mal geträumt hat.“ – „Was denn, den Schulabschluss von 1985…?“



Auszeichnungen:

  • Goldener Löwe bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2008
  • Mickey Rourke gewann 2009 den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einem Drama und im selben Jahr den britischen BAFTA Award als bester Hauptdarsteller
  • Rourke und Nebendarstellerin Marisa Tomei erhielten Oscar-Nominierungen
  • Insgesamt gewann der Film 29 internationale Filmpreise und wurde für weitere 17 Preise nominiert



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Darren Aronofsky:

1998: Pi
2000: Requiem for a Dream
2006: The Fountain
2010: Black Swan