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Daniel Plainview (Daniel Day Lewis) arbeitet sich Ende des 19. Jahrhunderts zu einem der erfolgreichsten Ölmagnaten Amerikas hoch. Seine Aufgabe besteht im Hauptteil darin, unbedarften Landbesitzern ihr Land abzukaufen, unter dem er reiche Ölvorkommen vermutet. Im Zuge einer dieser Verhandlungen trifft er auf den Prediger Eli Sunday (Paul Dano), der seinem Vater rät, nicht an Plainview zu verkaufen, und versucht, die ganze Gemeinde gegen den Ölmagnaten aufzubringen. Zwischen Plainview und Sunday entwickelt sich über die Jahre hinweg eine persönliche Fehde, die wichtiger zu werden scheint als ihre eigentlichen Überzeugungen.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Noch lange bevor Regisseure wie Christopher Nolan oder Darren Aronofsky sich dazu aufschwangen, erst Hollywood und dann den Rest der Welt zu erobern, wurde Paul Thomas Anderson zu den US-amerikanischen Regie-Wunderkindern gezählt, denen das Potenzial eingeräumt wurde, in die Fußstapfen von Coppola und Co. zu treten. Dass Anderson sich auch im neuen Jahrtausend gegen die neu aufgekommene Konkurrenz behaupten kann, bewies er 2007 eindrucksvoll mit seinem vielfach ausgezeichneten „There Will Be Blood“.

Denn die Geschichte vom Aufstieg und Niedergang des von Daniel Day Lewis mit berührender Hingabe verkörperten Ölmagnaten Daniel Plainview gehört zu den ganz großen Filmen des vergangenen Jahrzehnts. Dabei beeindruckt neben Lewis insbesondere die detailliert ausgearbeitete Fehde zwischen den beiden Protagonisten, die sich mit zunehmender Spieldauer in den Vordergrund schiebt und den Film damit vor allem im letzten Viertel eine ungemein spannende Brisanz verleiht. Wer knapp 160 Minuten Zeit zur freien Verfügung hat, sollte sich Paul Thomas Andersons modernes Meisterwerk daher auf keinen Fall entgehen lassen.

Ähnlich wie seine bereits erwähnten Kollegen Aronofsky und Nolan gehört auch Anderson zu jener Art von Regisseuren, die sich mit ihren Werken identifizieren und zudem nicht gerade als Fließbandarbeiter verschrien sind. Daher sollten sich angehende Cineasten vor allem mit dieser Troika beschäftigen, um sich einen ersten Überblick über das interessante zeitgenössische US-amerikanische Hollywood-Kino verschaffen zu können.


Daten:

USA 2007, 158 Minuten, FSK: 12
Regie: Paul Thomas Anderson
Genre: Drama
Darsteller: Daniel Day-Lewis, Paul Dano, Dillon Freasier, uvm.


Für Fans von:

Thank You for Smoking, Im Tal von Elah, Michael Clayton


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,2 von 10
moviepilot.de: 8,1 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5


Filmzitate:

„Ich bin als jeder andere in der Branche.“

„Ich bezahle ihnen keine Ölpreise. Ich bezahle ihnen Wachtelpreise.“

„ich sehe immer das Schlechte in den Menschen.“

„Ich will nicht das ein Anderer Erfolg hat.“



Auszeichnungen:

  • Golden Globe 2008 in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für Daniel Day-Lewis
  • 2 Silberne Bären auf der Berlinale 2008
  • 2 Oscars für den Besten Hauptdarsteller (Daniel Day-Lewis) und die Beste Kamera



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Weitere Filme von Paul Thomas Anderson:

1996: Last Exit Reno
1997: Boogie Nights
1999: Magnolia
2002: Punch-Drunk Love