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Nikolai (Viggo Mortensen) arbeitet als Fahrer für den russischen Mafioso Kirill (Vincent Cassel). Dessen Vater Semjon (Armin Müller Stahl) ist das Oberhaupt der Organisation und macht bald Bekanntschaft mit Anna (Naomi Watts). Diese arbeitet als Hebamme in einem Krankenhaus und hat das Tagebuch einer bei der Geburt verstorbenen Patientin an sich genommen, in dem es Hinweise auf Semjon gibt. In der Folge versucht Semjon das Tagebuch in seinen Besitz zu bekommen – und Nikolai schlägt sich auf die Seite von Anna.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Widmete sich Regisseur David Cronenberg in früheren Zeiten in seinen Filmen eher düsteren Zukunftsvisionen, sind es neuerdings die Formen der Gewalt, die den kanadischen Filmemacher interessieren. Wie in „A History of Violence“ schickt Cronenberg in „Tödliche Versprechen“ abermals Viggo Mortensen ins Rennen, um sich mit fiesen Gangstern herumzuschlagen. Dabei wirkt „Tödliche Versprechen“ derart virtuos inszeniert, dass es dem gemeinen Gangsterfilm-Fan die Schuhe ausziehen dürfte. Ohne sich lange mit Nebensächlichkeiten aufzuhalten, nimmt die packende Story ihren Lauf und fasziniert nicht zuletzt aufgrund ihrer Kompromisslosigkeit.

Im Vergleich zu den meisten Genre-Kollegen wirkt der Film nämlich härter, direkter und zynischer. Die besten Szenen hat der Film allerdings dann, wenn es verhältnismäßig ruhig zur Sache geht und die gewissenlose Selbstverständlichkeit, mit der die Mafiosi ihre Taten bilanzieren, für Gänsehaut-Momente sorgt. Es versteht sich daher von selbst, dass „Tödliche Versprechen“ eher etwas für hartgesottenere Cineasten ist.

Wer „A History of Violence“ mag, der wird von der zweiten Zusammenarbeit von Viggo Mortensen und David Cronenberg begeistert sein. „Tödliche Versprechen“ mutet nämlich an wie der große, wesentlich zielstrebigere Bruder von „A History of Violence“. Warum Cronenbergs vielleicht beindruckendster Film der letzten Jahre heute dennoch nicht unbedingt zu seinen bekanntesten Werken gehört, zählt zu den sprachlos machenden Mysterien Hollywoods. Dabei trägt der Film das Potenzial in sich, als Genre-Vorreiter nicht nur für Cronenberg-Filme neue Standards zu setzen.


Daten:

USA 1998, 100 Minuten, FSK: 16
Regie: David Cronenberg
Genre: Krimi | Drama | Mystery | Thriller
Darsteller: Viggo Mortensen, Naomi Watts, Vincent Cassel, uvm.


Für Fans von:

Road to Perdition, Departed: Unter Feinden, Miller’s Crossing


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,8 von 10
moviepilot.de: 7,5 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Die Mafia ist wie eine ansteckende Krankheit. – Wer einmal mit ihr in Berührung kommt für den gibt es keine Heilung.“

„Als ich klein war, da dachte ich, London sei eine Stadt aus der Bibel. Ich war mir nicht mal sicher, ob es sie überhaupt gibt.“

„Ich bin nur der Fahrer. Ich fahre links. Ich fahre rechts. Ich fahre gerade aus. Das ist alles…“



Auszeichnungen:

  • 2007: Nominiert in sechs Kategorien bei den Satellite Awards
  • 2008: Nominiert in drei Kategorien bei den Golden Globe



Tödliche Versprechen bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von David Cronenberg (Auszug):

1986: Die Fliege
1988: Die Unzertrennlichen
1991: Naked Lunch – Nackter Rausch
1993: M. Butterfly
1996: Crash
1999: eXistenZ
2002: Spider
2005: A History of Violence