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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,76 von 10 (206x bewertet)
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Aus drei unterschiedlichen Perspektiven wird der Kampf gegen Drogen thematisiert. Als Helena Ayala (Catherine Zeta-Jones) durch die Verhaftung ihres Ehemanns vom Drogengeschäft ihrer Familie erfährt, verändert sich ihre Welt. Sie heuert einen Killer an, der den Kronzeugen ausradieren soll. Jener Zeuge wurde vom Cop-Duo Montel Gordon und Javier Rodriguez (Don Cheadle und Benicio Del Toro) gefasst, die im Drogenkrieg an der mexikanischen Grenze ihr Leben riskieren. Indessen soll Richter Wakefield (Michael Douglas) zum obersten Drogenbeauftragten aufsteigen – hat selbst aber Probleme mit seiner drogensüchtigen Tochter.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Ähnlich wie in Alejandro González Iñárritus „Babel“ laufen die drei parallel verlaufenden Handlungsstränge von „Traffic“ nicht zusammen, beeinflussen allerdings wechselwirkend die Geschehnisse rund um den Drogenkampf. Dabei unterstreichen unterschiedlich eingesetzte Farbfilter die vorhandene dramaturgische Eigenständigkeit der einzelnen Episoden, die sich insbesondere in atmosphärischer Hinsicht ergänzen. Vor allem ist es die mitreißende Episode um den idealistischen Polizisten Javier Rodriguez, die durch das präzise Spiel von Benicio Del Toro auf allen Ebenen überzeugt. Nicht umsonst erhielt Del Toro für diese Rolle seinen bisher einzigen Oscar seiner Karriere. Doch auch insgesamt überzeugt „Traffic“ Episodenfilm-typisch mit einer ganzen Riege bekannter Hollywood-Stars, so etwa noch mit Luis Guzmán und Dennis Quaid in Nebenrollen. Und dennoch ist das mit Handkamera gedrehte Drama keineswegs zu den großen Hollywood-Blockbustern zu zählen. Vielmehr geht es allein darum, einen unverfälschten, doch interessanten Blick auf die Drogenproblematik zu liefern, was dem Film mehr als eindrucksvoll gelingt.

„Traffic“ ist wohl der ernstzunehmenste Film von Steven Soderbergh (Oceans 11-13), da er sich ironiefrei seinem Thema nähert, ohne sich dabei zu nah an die Grenze zu einem Lehrstück zu wagen. Denn gänzlich ohne filmisch erhobenen Zeigefinger bleibt es allein dem Zuschauer überlassen, die Lehren aus den Geschehnissen zu ziehen. Und ein spannender Hollywood-Film, der mehr transportiert als so manches ambitioniertes europäisches Kino – das gibt es wahrlich nicht alle Tage zu bestaunen.


Daten:

Deutschland, USA 2000, 141 Minuten, FSK: 16
Regie: Steven Soderbergh
Genre: Krimi | Drama | Thriller
Darsteller: Michael Douglas, Don Cheadle, Benicio Del Toro, uvm.


Für Fans von:

L.A. Confidential, Blow, 21 Gramm


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,8 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
moviepilot.de: 7,4 von 10


Filmzitate:

„Also was ist jetzt Nett, schaufeln wir ein bischen Schnee, oder was?“

„Warum werden Hurricans nach Frauen benannt?“ – „Keine Ahnung.“ – „Wenn sie kommen sind sie feucht und wild, und wenn sie verschwinden sind dein Haus und dein Auto weg.“

„Ich würde ganz schnell zahlen, oder Ihr Kind verschwindet und taucht erst in den Abendnachrichten wieder auf!“

„Wisst ihr, meine Krankheit redet mir ein, dass ich garnicht krank bin. Dass ich mir an meinem Geburtstag ruhig ein kleines Bier genemigen kann. Ne kleine Line, etwas Valium. Ein halbes Jahr später wach ich dann in einer Therapie-Einrichtung in Philadelphia auf.“



Auszeichnungen:

  • Traffic erhielt 4 Oscars in den Kategorien: Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt und Bester Nebendarsteller



Traffic – Macht des Kartells bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Steven Soderbergh (Auszug):

2000: Erin Brockovich
2001: Ocean’s Eleven
2004: Ocean’s Twelve
2007: The Good German – In den Ruinen von Berlin
2007: Ocean’s Thirteen
2009: Der Informant!
2009: The Girlfriend Experience