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TrainspottingMark Renton (Ewan McGregor) ist ein Junkie. Heroin bestimmt seine Welt und die seiner Kumpels Spud (Ewen Bremner) und Sick Boy (Jonny Lee Miller). Zwar unternimmt Mark immer wieder den Versuch, clean zu werden, scheitert jedoch stets aufs Neue am Drogen-Alltag seiner Freunde. Mit kriminellen Machenschaften schlägt sich die Clique durch und wähnt sich bald kurz vor dem großen Coup. Doch mit jedem weiteren Tag an der Nadel schwindet für Mark und seine Kumpanen die Aussicht auf ein Happy End. Ein Drogen-Deal muss letztendlich über Leben oder Tod entscheiden.

Danny Boyle („Slumdog Millionär”) hat mit „Trainspotting” einen der wichtigsten Filme der 90er erschaffen, der unversehens zum Kultfilm avancierte und bis heute nichts von seiner Ausstrahlung verloren hat. Denn die Verfilmung von Irvine Welshs gleichnamigen Roman schreckt nicht davor zurück, das Abstoßende der abgewrackten Protagonisten zu thematisieren. Doch mit britisch-schwarzem Humor und einer zynischen Weltsicht gewürzt, vollbringt es der Film, sein Publikum bei allen zuweilen hässlichen Drogensucht-Details zu unterhalten. Denn abgesehen von der legendären Szene, in der Mark in eine Klosettschüssel abtaucht, geizt „Trainspotting“ durchaus nicht mit Witz und Slapstick-Einlagen, die dem Zuschauer mal ein heiteres, mal ein bitteres Lachen abverlangen. Dass über allem allerdings die grandiose schauspielerische Leistung von Ewan McGregor thront, dürfte kein Geheimnis sein. Denn wie für Regisseur Boyle bedeutete „Trainspotting“ für McGregor den großen Durchbruch im Filmgeschäft – und das völlig zu Recht.

Da „Trainspotting“ mit der einen oder anderen „Ekel-Szene“ aufwartet, sollte man sich den Film nicht unbedingt pünktlich zum Abendessen zu Gemüte führen. Überhaupt lässt der Film kaum eine Gelegenheit aus, den zuweilen widerwärtigen Drogen-Alltag in aller Deutlichkeit zu skizzieren. Dass der Zuschauer hierbei selbst auswählen muss, was ekelig oder lustig, was erschreckend oder erheiternd ist, steht natürlich außer Frage. In jedem Fall bleibt „Trainspotting“ ein absolutes Muss für jeden Film-Interessierten – ob zartbesaitet oder nicht.


Daten:

UK 1996, 94 Minuten, FSK: 16
Regie: Danny Boyle
Genre: Krimi | Drama
Darsteller: Ewan McGregor, Ewen Bremner, Jonny Lee Miller, uvm.


Für Fans von:

Spun, Requiem for a Dream, The Big Lebowski, Fear and Loathing in Las Vegas


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,2 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
moviepilot.de: 7,6 von 10
moviemaze.de: 90 von 100%


Filmzitate:

„Die Straßen sind überschwämmt von Drogen. Es gibt sie gegen Depressionen und gegen Schmerzen. Wir haben sie alle genommen. Wir hätten sogar Vitamin C gespritzt wenns verboten gewesen wär.“

„Haste keine Kohle, kannste dich nicht besaufen. Haste Kohle, säufst du zuviel. Haste keine Braut , kannste keine Nummer schieben. Haste ne Braut, gibts nur Stress.“

„Nimm den besten Orgasmus, den du je hattest. Multiplizier ihn mal tausend und du bist noch nicht mal nah dran.“

„Bald bin ich genau wie ihr: Job, Familie, pervers großer Fernseher, Waschmaschine, Auto, CD und elektrischer Dosenöffner, Gesundheit, niedriger Cholesterinspiegel, Krankenversicherung, …, Abfluss sauber machen, über die Runde kommen, mich auf den Tag freuen, an dem ich sterbe.“

„Wer braucht Gründe, wenn er Heroin hat?!“



Auszeichnungen:

  • John Hodge wurde 1997 für das Drehbuch für den Oscar nominiert und gewann 1996 den BAFTA Award
  • Ewan McGregor wurde 1997 für den MTV Movie Award nominiert
  • Trainspotting erhielt 1996 den Publikumspreis des Warsaw Film Festival in Warschau



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Weitere Filme von Danny Boyle:

1994: Kleine Morde unter Freunden
2000: The Beach
2002: 28 Days Later
2007: Sunshine
2008: Slumdog Millionär
2010: 127 Hours


Trailer zum Film (deutsch):