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Die 14-jährige Mattie Ross (Hailee Steinfeld) will den Tod ihres Vaters rächen, der von Tom Chaney (Josh Brolin) ermordet wurde. Sie bittet bei dem verwilderten Marshal Rooster Cogburn (Jeff Bridges) um Hilfe. Gemeinsam mit Texas Ranger LaBoeuf (Matt Damon) machen sie sich auf den Weg, um Chaney, der in ein Indianerreservat geflohen ist, ausfindig zu machen. Als Cogburn die Suche bereits aufgegeben hat, kann Mattie Ross Chaney zwar verwunden, wird allerdings von ihm in sein Versteck verschleppt. Cogburn und LaBeouf machen sich daran, das Mädchen zu befreien.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Wenn heutzutage ein Regisseur auf die Idee kommt, einen John-Wayne-Western neu zu verfilmen, dann lässt beißende Kritik nicht lange auf sich warten. Denn einen Klassiker sollte man doch besser zufrieden lassen und überhaupt will Spätwestern doch eigentlich niemand mehr sehen. Gänzlich verschieden verhält sich die Situation allerdings, wenn die Coen-Brüder ihre Finger im Spiel haben. Den Coens traut man es nämlich zu, einem Klassiker eine eigene Note hinzuzufügen, ohne das Vermächtnis eines John Waynes zu beschmutzen. Und mit „True Grit“ haben die beiden Ausnahme-Regisseure mal wieder unter Beweis gestellt, dass ihnen dieses Zugeständnis gerecht wird.

Die zweite Zusammenarbeit mit Jeff Bridges nach „The Big Lebowski“ ist ein echtes Highlight des Spätwestern-Genres. Gemächlich erzählt, entwickelt der Film die typisch einnehmende Coen-Atmosphäre, welche die Cineasten spätestens seit „No Country for Old Men“ weltweit in ihren Bann zieht. Und dass nur wenige einen grummeligen Sympathen besser verkörpern können als Jeff Bridges sollte nicht erst seit „Crazy Heart“ bekannt sein. Die fantastisch agierende Jung-Schauspielerin Hailee Steinfeld rundet schließlich das Bild der mehr als gelungenen Neu-Interpretation des John-Wayne-Klassikers ab.

Sorgten die Coens gerade zu Beginn ihrer Regie-Karriere vor allem im Bereich der satirischen Komödie für Furore, hat sich das Bruderpaar längst von dieser enggefassten Genre-Katalogisierung emanzipiert und gehört heute zum Interessantesten, was das (ernste) US-amerikanische Kino zu bieten hat. Und wer das nicht glauben mag, der schaue „True Grit“.


Daten:

USA 2010, 110 Minuten, FSK: 12
Regie: Ethan und Joel Coen
Genre: Abenteuer | Drama | Western
Darsteller: Jeff Bridges, Matt Damon, Josh Brolin, uvm.


Für Fans von:

Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,0 von 10
moviepilot.de: 7,4 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5


Filmzitate:

„Unterschätze niemals einen Texas-Ranger!“

„Man sagte mir, Sie sind ein Mann mit Schneid.“



Auszeichnungen:

  • 10 Nominierungen bei den Oscarverleihung 2011
  • 7 Nominierungen beim BAFTA-Film-Award 2011
  • Ausgezeichnet in der Kategorie „Beste Kamera“ beim BAFTA-Film-Award 2011



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Weitere Filme von Ethan und Joel Coen (Auszug):

1991: Barton Fink
1994: Hudsucker – Der große Sprung
1996: Fargo
1998: The Big Lebowski
2000: O Brother, Where Art Thou?
2006: Paris, je t’aime
2007: No Country for Old Men
2008: Burn After Reading
2009: A Serious Man