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Der afroamerikanische Geigenspieler Solomon Northup lebt Mitte des 19. Jahrhunderts als freier Mensch in New York. Als Northup einen lukrativen Auftritt annimmt, wird er von Sklavenhändlern hereingelegt und schließlich nach New Orleans verschleppt, wo er an Plantagenbesitzer William Ford (Benedict Cumberbatch) verkauft wird. In der Folge versucht Northup, sich mit seinen neuen Lebensumständen auseinanderzusetzen. Bald wird sein musikalisches Talent entdeck, doch damit nehmen die eigentlichen Probleme erst ihren Lauf. Anschließend gerät er nämlich an Sklavenhändler Epps und muss unmenschliche Qualen erleiden.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Bei all dem mittlerweile vorwiegend selbstironischen Superhelden-Event-Gegurke dieser Filmzeit, wirkt „12 Years a Slave“ gewissermaßen auf eigentümliche Art und Weise deplatziert. Steve McQueens fantastisch besetztes Drama orientiert sich nämlich weniger am tagesaktuellen Popcorn-Blockbuster, sondern widmet sich in Form der (wahren) Lebensgeschichte von Solomon Northup einem mehr als unbequemen Eisen. Unabhängig von der grundsätzlichen gesellschaftlichen Brisanz des Filmstoffes, bietet das Thema Sklaverei darüber hinaus auch in filmischer Hinsicht so manche Problematik. Schließlich wäre es ein Leichtes, den Freiheitskampf des Salomon Northup in pathetischen Bildern auf die Spitze zu treiben und sich damit im fragwürdigen Nirgendwo des nichtssagenden Ensemble-Films zu verirren.

„12 Years a Slave“ tappt allerdings nicht in Ansätzen in diese Falle. Vielmehr erreicht der Film nicht zuletzt dank der eindrucksvollen Vorstellung von Chiwetel Ejiofor in seinen besten Momenten die Eindringlichkeit etwa von Roman Polanskis „Der Pianist“ und bewegt sich damit in tatsächlich bedeutsamen Spähren. Somit positioniert sich McQueens bis hierhin fraglos ambitioniertestes Projekt wohltuend energisch gegen die Belanglosigkeit des heutigen Hollywood-Einerlei und ist de facto eine der wichtigsten größeren Produktionen des 21. Jahrhunderts. Wir können daher nur jedem Cineasten empfehlen, „12 Years a Slave“ tatsächlich alle zur Verfügung stehende Aufmerksamkeit zu widmen – selbst wenn es angesichts der teils unerbittlichen Bildsprache zuweilen über die Schmerzgrenze hinaus geht.


Daten:

USA/UK 2013, 134 Minuten, FSK: 12
Regie: Steve McQueen
Genre: Biographie | Drama | Historie
Darsteller: Chiwetel Ejiofor, Michael Fassbender, Benedict Cumberbatch, uvm.


Für Fans von:

Amistad, Manderlay, Gangs of New York


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,2 von 10
moviepilot.de: 7,7 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Auszeichnungen:

  • Eine Auszeichnung beim Toronto International Fiml Festival 2013
  • Eine Auszeichnung, sowie sechs weitere Nominierungen beim Golden Globe Award 2014
  • Eine Auszeichnung beim New York Fiml Critics Circle Award 2013



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Steve McQueen:

2008: Hunger
2011: Shame