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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,23 von 10 (460x bewertet)
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Das Biopic zeichnet den Aufstieg der Country-Legende Johnny Cash (Joaquin Phoenix) nach. Der kleine Johnny wächst auf einer Baumwollfarm auf und träumt bereits in jungen Jahren davon, dem Leben als Farmer eines Tages entfliehen zu können. Anfang der 1950er Jahre kauft er sich seine erste Gitarre und beginnt, Songs zu schreiben. Schließlich heiratet er seine Jugendliebe Vivian (Ginnifer Goodwin) und kann bei ersten Auftritten Erfolge feiern. Es folgt der von Drogenabstürzen geprägte Aufstieg in den Musikolymp, während dem er der von ihm bewunderten June Carter (Reese Witherspoon) immer näher kommt.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Legendäre Musiker erhalten irgendwann zwangsläufig eins. Ihr eigenes Biopic nämlich. Jim Morrison hat es Anfang der 90er Jahre mit Oliver Stones „The Doors“ bekommen und Ray Charles Mitte des vergangenen Jahrzehnts mit Tyler Hackfords „Ray“. Da erscheint es nur recht und billig, dass auch der König des Country postum eine filmische Würdigung erfährt, die sich nicht hinter erwähnten Biopics zu verstecken braucht. Denn dank eines glänzend aufgelegten Joaquin Phoenix, der sich scheinbar spielend in die ambivalente Figur des Johnny Cash hineinfinden konnte, gehört „Walk the Line“ zu den unterhaltsamsten Vertretern seiner Zunft.

Dass die Konzertausschnitte vielleicht etwas zu kurz kommen und Regisseur James Mangold seinen Fokus auf das zwiespältige Privatleben Johnny Cashs legt, dürfte nur die wenigsten Cineasten bitter aufstoßen lassen. Cashs ausschweifender Lebenswandel inklusive Drogenabhängigkeit und zahllosen Affären bietet nämlich mehr als ausreichend Stoff, um den Zuschauer mit erinnerungswürdigen Szenen zu versorgen. Dass der Film dabei nicht ohne die eine oder andere (kurze) Länge auskommt, sollte angesichts der zumeist straffen Erzählweise kein relevanter Kritikpunkt sein.

Beinahe alle Musiker-Biopics haben immer das gleiche Problem. Denn Cineasten, die sich nicht für die Musik des behandelten Stars interessieren, finden oftmals nur mit Mühe den Zugang zur filmischen Biografie. Im Falle von „Walk the Line“ sollten allerdings auch all diejenigen den Mut finden, sich dem Film zu widmen, die ansonsten vielleicht nicht so viel mit „Ring of Fire“ und Co. anfangen können. Verdient hätte es das Biopic (und Johnny Cash) nämlich alle Male.


Daten:

USA, Deutschland 2005, 136 Minuten, FSK: 6
Regie: James Mangold
Genre: Biographie | Drama | Musik | Romanze
Darsteller: Joaquin Phoenix, Reese Witherspoon, Robert Patrick, uvm.


Für Fans von:

Johnny Cash, Crazy Heart, Control


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,9 von 10
moviepilot.de: 7,5 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5


Filmzitate:

„Ich hatte zwar nie Talent, aber ich habe das Beste aus dem gemacht, was ich hatte! Kannst du das auch von dir behaupten?“

„Du trägst schwarz, weil du nichts besseres hast, du hast deinen Rhythmus gefunden, weil du nicht schneller spielen kannst und du hast mich geküsst, weil es einfach so passiert ist?!“

„Für unsere Songs kommen wir alle in die Hölle.“

„Nehmen wir an sie wurden angefahren, und sie liegen sterben auf der Straße und sie haben gerade nur Zeit einen Song zu singen, einen Song an den sich die Leute erinnern bevor sie zu Staub werden einen Song.“



Auszeichnungen:

  • 2006: Oscar in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin
  • 2006: Auszeichnung bei den Golden Globe in 3 Kategorien



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von James Mangold:

1995: Liebeshunger
1997: Cop Land
1999: Durchgeknallt
2001: Kate und Leopold
2003: Identität – Identity
2007: Todeszug nach Yuma
2010: Knight and Day