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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,30 von 10 (74x bewertet)
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Einzelgänger Benjamin (Tom Schilling) macht sich als Computer-Hacker einen Spaß daraus, kleineren Institutionen ins Handwerk zu pfuschen. Als er Hacker-Kollege Max (Elyas M’Barek) und dessen Freunde kennenlernt, schließt sich die Gruppe zu CLAY zusammen und macht es sich zur Aufgabe, immer größeren Firmen Daten zu entwenden. Im Konkurrenzkampf mit Hacker MRX treibt es CLAY schließlich so weit, die Server des Bundesnachrichtendienstes zu attackieren – ein tödlicher Fehler, wie sich bald herausstellt. Als Benjamin zudem mit ansehen muss, wie sein Schwarm (Hannah Herzsprung) mit Max anbandelt, gerät seine Welt endgültig ins Wanken.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Ein moderner Thriller aus Deutschland? Ein moderner, sehenswerter, von der Kritik gefeierter Thriller aus Deutschland? Ein T-h-r-i-l-l-e-r? In der Tat stellt „Who Am I“ eine Ausnahmeerscheinung in der heutigen deutschen Filmlandschaft dar. Groß aufgezogene Spannungsfilme, die in erster Linie mit einem wendungsreichen, klugen Drehbuch aufwarten und sich dabei an der Ästhetik der noch größer aufgezogenen Hollywood-Vorbilder orientieren, sind schließlich eher rar gesät. Und das nicht ohne Grund. Rasch ist in derlei Angelegenheiten schließlich von Billig-Kopie und Peinlich-Produktion die Rede.

Umso größer dürfte die Freude bei Regisseur Baran bo Odar sein, dass sein Überraschungserfolg selbst in der US-amerikanischen Filmlandschaft für Aufmerksamkeit sorgen konnte. Und das – wiederum – nicht ohne Grund. Denn auch wenn „Who Am I“ natürlich für jeden Cineasten sichtbar deutsche Kinoluft atmet und die psychologisierte Darstellung des Hauptcharakters an altbekannte Nichts-passiert-Arthaus-Filme erinnert, macht der Thriller (JA!) beinahe alles richtig. Insbesondere in der zweiten Filmhälfte, in der die Plot-Dynamik zunehmend an Fahrt gewinnt, dürfte so mancher Filmkenner die Stirn in Falten werfen und fragen: „Und das ist wirklich eine deutscher Thriller?“ Japp, ist er – und der sehenswerteste seit gefühlten Ewigkeiten.

Baran bo Odar ist noch nicht allzu lange auf der großen Filmbühne unterwegs. Wir können allerdings nur empfehlen, ein wachsames Auge auf ihn zu werfen. Hollywood hat jedenfalls bereits angeklopft und ihm US-Produktionen angeboten.


Daten:

Deutschland 2014, 105 Minuten, FSK 12
Regie: Baran bo Odar
Genre: Thriller
Darsteller: Tom Schilling, Elyas M’Barek, Wotan Wilke Möhring, uvm.


Für Fans von:

Blackhat , 23 – Nichts ist so wie es scheint, Passwort: Swordfish


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,5 von 10
moviepilot.de: 5,9 von 10
Filmstarts.de: 3,0 von 5


Auszeichnungen:

  • Eine Auszeichnung beim Bayerischen Filmpreis 2015
  • Sechs Nominierungen beim Deutschen Filmpreis 2015



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