UHHb1-n_koo
Bewerte diesen Film
schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,78 von 10 (18x bewertet)
Loading...

Als Krimi-Autor David Rousseau (Jean-Paul Rouve) nach dem Tod seines Onkels im beschaulichen Berg-Städtchen Mouthe zur Testamentseröffnung eintrifft, staunt er nicht schlecht. Ein tatsächliches Erbe gibt es für ihn nicht einzustreichen – dafür aber eine interessante Geschichte. Am gleichen Tag findet sich nämlich die Leiche von Dorf-Berühmtheit und Marylin-Monroe-Verschnitt Candice Lecoeur (Sophie Quinton). Während die Polizei von Selbstmord ausgeht, versucht David, die genauen Hintergründe des Todesfalles zu ermitteln und stößt dabei auf so manche Widerstände. Bald ist er sich sicher: Candice muss einem Mörder zum Opfer gefallen sein.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

„Who Killed Marylin?“ ist fraglos ein seltsamer Film. Seltsam ganz und gar, seltsam im besten Sinne. Es braucht seine Zeit, bis sich der Zuschauer auf Gérald Hustache-Mathieus Krimi-Komödie einstellen kann. Um eine einfache Krimi-Komödie handelt es sich nämlich gar nicht. Dafür ist der Film mit all seinen verschiedenen Stimmungen schlichtweg zu komplex – die üblichen Genre-Schubladen bleiben also zu. Wenn nämlich die geschickt eingefügten, farbintensiven Rückblenden, in denen Sophie Quinton sich vollends als Dorf-Marylin ausleben darf, auf die kargen Bilder der Winterlandschaft treffen, in der sich Jean-Paul Rouve auf die Suche nach der Wahrheit macht, entwickelt „Who Killed Marylin?“ eine spröde Melancholie, die in ihren besten Momenten etwa an „Fargo“ erinnert.

Dass die eingestreuten Slapstick-Einlagen den einen oder anderen Kino-Fan zumindest gelegentlich irritieren dürften, ist dabei kein Anlass für wirkliche Kritik. Der Film verfällt nämlich zu keinem Zeitpunkt in komödiantische Hysterie und ist eher Krimi als Komödie, eher augenzwinkerndes Drama als unverfängliches Lustspiel. Wir bleiben also dabei: „Who Killed Marylin?“ ist ein etwas seltsamer Film, der nicht den Nerv eines jeden Cineasten treffen wird. Wer sich für cineastische Kontraste und für liebevoll gezeichnete Figuren interessiert, dürfte allerdings beste Chancen haben, mit Gérald Hustache-Mathieus Film-Perle eine erinnerungswürdige Entdeckung zu machen. Manchmal kann „seltsam“ schließlich auch einfach nur „gut“ bedeuten.


Daten:

FR 2011, 106 Minuten, FSK: 12
Regie: Gérald Hustache-Mathieu
Genre: Komödie | Krimi | Mystery
Darsteller: Jean-Paul Rouve, Sophie Quinton, uvm.


Für Fans von:

Micmacs – Uns gehört Paris, Kill the Boss


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 6,6 von 10
moviepilot.de: 6,9 von 10
Filmstarts.de: 3,5 von 5


Auszeichnungen:

  • Eine Nominierung bei dem Chicago International Film Festival