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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,07 von 10 (14x bewertet)
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Der kleine Ricky (Julian Dennison) ist bereits mehrfach straffällig geworden und wird von den Behörden bei Hec (Sam Neill) und Bella Faulkner (Rima Te Wiata) untergebracht. Zunächst hat Ricky große Schwierigkeiten, sich bei seiner Pflegefamilie zurechtzufinden. Doch nach einer Weile finden die drei zusammen und stehen für einander ein. Als Bella stirbt, soll Ricky wieder zurück ins Heim. Doch Ricky täuscht seinen Tod vor und flieht mit seinem Hund in den neuseeländischen Busch. Hec macht sich auf die Suche und findet Ricky schließlich im Ödland. Doch da Hec sich verletzt, müssen die beiden unter freiem Himmel ausharren. Die Behörden vermuten indes, dass Ricky von Hec entführt wurde.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Auf verschiedensten Independent-Festivals gehörte „Hunt for the Wilderpeople“ zu den gefeierten Highlights. In Deutschland kam die Coming-of-Age-Perle von Taika Waititi hingegen nicht mal in die Kinos. Dementsprechend fällt der Film selbst kundigen Genre-Experten nicht einfach so vor die Füße und benötigt etwas Starthilfe – die wir gerne geben wollen. Die Qualitäten der Produktion sprechen indes für sich. Neben der warmherzig erzählten Geschichte überzeugt vor allem die Charakterzeichnung der beiden Protagonisten. Während Sam Neill als in die Jahre gekommener Kauz Sympathiepunkte sammeln kann, ist es nicht zuletzt Kinderdarsteller Julian Dennison, der sich mit seiner unbekümmerten Vorstellung für noch höhere Aufgaben empfiehlt.

Dritter Hauptdarsteller ist das neuseeländische Outback selbst, das mit seiner sinnlich-rauen Landschaft den atmosphärischen Rahmen für das großartig konzipierte Drehbuch bildet. Dass Ricky seinen Hund „Tupac“ tauft, dürfte zudem allen Cineasten einen Wink mit dem Zaunpfahl geben, auf welcher skurrilen Humorebene sich der Film bewegt. Wir können „Hunt for the Wilderpeople“ daher nur allen Kino-Fans empfehlen, die abseits vom Hollywood-Mainstream einen liebevoll konzipierten Independent-Film entdecken wollen, der wesentlich größere Aufmerksamkeit verdient als eine bloße Direct-to-Video-Veröffentlichung.

Taika Waititi hat mit „5 Zimmer Küche Sarg“ noch ein weiteres Highlight in seiner Filmographie zu bieten, das jeder Cineast einmal genauer unter Augenschein nehmen sollte.



Daten:

NZL 2016, 100 Minuten, FSK: 12
Regie: Taika Waititi
Genre: Abenteuerfilm | Komödie
Darsteller: Sam Neill, Julian Dennison, Rima Te Wiata, uvm.


Für Fans von:

Moonrise Kingdom, 5 Zimmer Küche Sarg, Eagle vs Shark


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.9 von 10
moviepilot.de: 6.5 von 10
Filmstarts.de: 3.3 von 5


Auszeichnungen:

  • Eine Nominierung bei den British Independent Film Awards.
  • Eine Auszeichnung beim Edinburgh International Film Festival.
  • Eine Auszeichnung beim Independent Film Festival of Boston.



Weitere Filme von Taika Waititi:

2007: Eagle vs Shark
2010: Boy
2014: 5 Zimmer Küche Sarg