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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,50 von 10 (365x bewertet)
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Ende der 1960er Jahre macht der Serienkiller Zodiac auf sich aufmerksam. Nach seinen Taten schickt er Briefe an die Zeitungen der Umgebung und verwirrt mit verschlüsselten Nachrichten. Beim San Francisco Chronicle stellt Journalist Paul Avery (Robert Downey Jr.) gemeinsam mit Karikaturist Robert Graysmith (Jake Gyllenhaal) Nachforschungen an und wird zum Zodiac-Jäger. Zeitgleich nimmt sich Cop Toschi (Mark Ruffalo) des Falles an und hat mit Arthur Leigh Allen (John Carroll Lynch) bald einen Hauptverdächtigen. Nach entlastenden Beweisen ist es der mittlerweile vom Fall besessene Graysmith, der auf eigene Faust ermittelt.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

David Finchers Film über den geheimnisvollen Zodiac-Killer ist eigentlich kein Film über den Zodiac-Killer. Vielmehr steht die mediale und individuelle Rezeption des Zodiac-Hypes im Vordergrund, die mit der Person des Robert Graysmith ihren Höhepunkt findet. Dabei fasziniert vor allem die zunehmende Verbissenheit, mit der Graysmith die Fakten des Falles aufarbeitet und auch den abstrusesten Hinweisen nachgeht. Dass dem Zuschauer dabei zuweilen zu viele Einzelheiten zugemutet werden, stört nicht weiter, da der Film sich in regelmäßigen Abständen kleinere Pausen gönnt, in denen der aktuelle Stand der Ermittlungen auf den Punkt gebracht wird.

Da der Film ohne nennenswerte Action-Sequenzen auskommt und für einen Hollywood-Mainstream-Film durchaus ungewöhnlich dialoglastig inszeniert ist, muten die knapp 160 Minuten der Zodiac-Recherche nicht unbedingt unanstrengend an. Doch aufgrund der großartig aufgelegten Schauspieler und der spannenden Thematik entfaltet der Film eine geradezu nervenaufreibende Atmosphäre, die das Publikum mit fortschreitender Dauer förmlich gefangen nimmt. Wer darüber hinaus ein Faible für ungelöste Kriminalfälle hat, den wird „Zodiac – Die Spur des Killers“ nicht mehr so schnell loslassen.

Wenn man weiß, dass der echte Zodiac-Killer bis heute nicht gefasst werden konnte, dann wird ersichtlich, dass Regisseur David Fincher in letzter Konsequenz die Freiheit besaß, die Geschehnisse allein unter dramaturgischen Gesichtspunkten zu betrachten. Der Roman des echten Robert Graysmith diente zwar als Vorlage, wurde allerdings nicht Wort für Wort adaptiert. Demnach ist der Wahrheitsgehalt des Films mit Vorsicht zu genießen. Dem grandiosen Unterhaltungswert schadet dies aber natürlich nicht im Geringsten.


Daten:

USA 2007, 158 Minuten, FSK: 16
Regie: David Fincher
Genre: Krimi | Drama | Geschichte | Mystery | Thriller
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Mark Ruffalo, Robert Downey Jr., Anthony Edwards, uvm.


Für Fans von:

L.A. Confidential, Collateral, Sieben


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,8 von 10
moviepilot.de: 7,4 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5


Filmzitate:

„Ist dir klar, dass im Berufsverkehr in drei Monaten mehr Leute sterben als dieser Spinner umgebracht hat? Er hat’n paar Leben ausgelöscht, ’n paar Briefe geschrieben und ist nur eine verblassende Randnotiz in der Geschichte.“

„Ich hab‘ nachgedacht. Jemand sollte ein Buch schreiben.“ – „Jemand sollte ein verdammtes Buch schreiben, so viel ist sicher. „

„Ich kann es nicht beweisen.“ – „Auch, wenn man es nicht beweisen kann, kann es wahr sein.“

„Was sind Sie, so ’ne Art Pfadfinder?“ – „Ich bin sogar ein Adler, höchster Rang.“



Auszeichnungen:

  • Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden vergab dem Film das Prädikat „wertvoll“



Zodiac – Die Spur des Killers bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von David Fincher:

1992: Alien 3
1995: Sieben
1997: The Game
1999: Fight Club
2002: Panic Room
2008: Der seltsame Fall des Benjamin Button
2010: The Social Network
2011: Verblendung