Al Pacino

Al Pacino
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Der 1940 in New York geborene Al Pacino zählt fraglos zu den renommiertesten Hollywood-Darstellern seiner Generation und wird häufig neben Robert De Niro als einer der wichtigsten Schauspieler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erwähnt. Mit seiner Rolle als Michael Corleone in Francis Ford Coppolas „Der Pate”-Trilogie machte sich Pacino zwar bei Cineasten unsterblich, einen Oscar erhielt er für diese Leistung allerdings nicht.

Erst 1993 bekam er die begehrte Trophäe für die Hauptrolle in „Der Duft der Frauen”. Aufgrund zahlreicher Auftritte in Mafia-Filmen gilt Pacino als einer der beliebtesten Mafioso-Darsteller und gehört bis zum heutigen Tage zu den berühmtesten lebenden Hollywood-Schauspielern weltweit. Mit gefeierten Auftritten in zahlreichen Theater-Produktionen machte sich Pacino zudem im Fach des Theater-Schauspielers einen Namen.



Die besten Al Pacino Filme

Filmografie

1969: Ich, Natalie
1971: Panik im Needle Park
1972: Der Pate
1973: Asphalt-Blüten
1973: Serpico
1974: Der Pate – Teil II
1975: Hundstage
1977: Bobby Deerfield
1979: … und Gerechtigkeit für alle
1980: Cruising
1982: Daddy! Daddy! Fünf Nervensägen und ein Vater
1983: Scarface
1985: Revolution
1989: Sea of Love – Melodie des Todes
1989: The Local Stigmatic
1990: Dick Tracy
1990: Der Pate – Teil III
1991: Frankie und Johnny
1992: Glengarry Glen Ross
1992: Der Duft der Frauen
1993: Carlito’s Way
1995: 25 Cents – Höre nie auf, dir etwas zu wünschen
1995: Heat
1996: City Hall
1996: Al Pacino’s Looking for Richard
1997: Donnie Brasco
1997: Im Auftrag des Teufels
1999: Insider
1999: An jedem verdammten Sonntag
2000: Chinese Coffee
2002: Insomnia – Schlaflos
2002: S1m0ne
2002: Im inneren Kreis
2003: Der Einsatz
2003: Liebe mit Risiko – Gigli
2004: Der Kaufmann von Venedig
2005: Das schnelle Geld
2007: 88 Minuten
2007: Ocean’s 13
2008: Kurzer Prozess – Righteous Kill
2009: Salomaybe?
2010: You Don’t Know Jack
2011: The Son of No One
2011: Wilde Salome
2011: Jack und Jill
2012: Stand Up Guys
2013: Der Fall Phil Spector
2014: The Humbling
2014: Manglehorn
2014: Dalí & I
2015: Danny Collins
2016: Ruf der Macht – Im Sumpf der Korruption
2017: The Pirates of Somalia
2017: Hangman – The Killing Game
2019: Once Upon a Time in Hollywood
2019: The Irishman

5 Dinge, die du noch nicht über Al Pacino wusstest

1. Jugendsünde

Wer als Italienischstämmiger in der McCarthy-Ära in der Bronx aufwächst, hat keinen leichten Start ins Leben. So ist es keine große Überraschung, dass Al in jungen Jahren auf die schiefe Bahn geriet. Im Alter von 21 Jahren fuhr er mit zwei Freunden durch Rhode Island. Die unregistrierte und geladene Schusswaffe im Kofferraum rief bei einer routinemäßigen Fahrzeugkontrolle wenig Begeisterung hervor. Im waffenvernarrten Amerika des Kalten Krieges fiel die Strafe erstaunlich niedrig aus: Die Jungs mussten nur ganze drei Tage Ordnungshaft absitzen.

2. Sonny Scott oder Al Picani?

Al startete seine Schauspielkarriere in den 60ern. In der Branche galt es seinerzeit als offenes Geheimnis, dass Italiener keine Chance darauf haben, besetzt zu werden. Wenn der Name auf einem Vokal endete, brauchte man gar nicht zum Castingtermin gehen. Pacino wollte daher ursprünglich unter dem Pseudonym “Sonny Scott” arbeiten. Er änderte seine Entscheidung, als sein Schauspiellehrer Strasberg ihn der Gruppe vorstellte: “Zum ersten Mal war mein Name richtig ausgesprochen worden. Sonst hatte ich immer auf Al Picani, Al Pacano und Al Pacuni reagieren müssen. Der Mann gefiel mir auf Anhieb.”

3. Method-Acting für Fortgeschrittene

Der inoffizielle Weltrekordhalter in Sachen Over-Acting eiferte zum Karrierebeginn seinem Idol Marlon Brando nach. Die erste große Rolle im Cop-Drama “Serpico” wollte gründlich recherchiert sein. So tauschte sich Pacino intensiv mit New Yorker Beamten aus und war auch ein paarmal mit auf Streife. Dass er nach Drehschluss dazu überging, Truckfahrer auf dem Highway zu stoppen und zu verhaften, übersteigt die herkömmlichen Auswüchse des Method-Actings indessen immens.

4. Die verlorenen Jahre

Der Erfolg kam schnell und überwältigend: Al wurde mit der Rolle des Michael Corleone über Nacht zum Weltstar und griff in der Folge verstärkt zur Flasche. Pacinos Arbeit litt zunehmend unter seiner Alkoholabhängigkeit. Die Flops häuften sich und 1985 erfolgte der unvermeidliche Entzug. In den folgenden Jahren hielt sich der sensible Star fern vom Trubel Hollywoods und kehrte in den 90ern mit seinem Oscarerfolg “Der Duft der Frauen” als blinder Misanthrop umso stärker zurück. Eine kleine Nachwirkung hatte der exzessive Alkoholkonsum dann aber doch: Eigenen Aussagen zufolge hat Pacino quasi keine Erinnerungen an die 70er.

5. My Home is my Drehort

Coppola, Brando und Pacino hatten bereits bei den Dreharbeiten zu “Der Pate” erfolgreich miteinander kooperiert. Fünf Jahre später wollte United Artists das Dreamteam in “Apocalypse Now” wieder vereinen. Al lehnte jedoch dankend ab, da er keine Lust verspürte, auf den Philippinen zu drehen. Coppola ließ nichts unversucht, um seinen Freund noch umzustimmen, zeigte bezüglich der kreativen Kontrolle eine für seine Verhältnisse erstaunliche Kompromissbereitschaft. Seine Mühen blieben vergebens. So kam Martin Sheen zur Rolle seines Lebens – und der Starregisseur zur Erkenntnis, dass “Pacino in keinem Film mitwirkt, wenn er nicht bei ihm zuhause gedreht wird.”

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