Jack Nicholson

Jack Nicholson
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Insgesamt zwölf Mal wurde Jack Nicholson für einen Oscar nominiert. Drei Mal konnte er die begehrte Trophäe gewinnen. Bis heute ist Nicholson damit alleiniger Darsteller-Rekordhalter bei den Academy Awards, was beweist, dass der gebürtige New Yorker zu den ganz großen lebenden Legenden des Hollywood-Kino zählt.

Der große Durchbruch gelang Nicholson Ende der 1960er Jahre mit der Rolle des abgewrackten Anwalts George Hanson in Dennis Hoppers legendärem Road-Movie „Easy Rider”. Und auch in den Folgejahren spielte Nicholson zumeist in Filmen mit, die heute echten Kultstatus genießen. Dazu zählen u. a. Roman Polanskis „Chinatown”, Milos Formans „Einer flog übers Kuckucksnest” und Stanley Kubricks „Shining”. In jüngeren Jahren hat sich Nicholson zudem als Drehbuchautor und Regisseur versucht, konnte allerdings nicht an der Erfolge als Schauspieler anknüpfen.

Die besten Jack Nicholson Filme

Einer flog über das Kuckucksnest

Der kriminelle Randall McMurphy (Jack Nicholson) geht lieber in eine psychiatrische Anstalt als ins Gefängnis. Dort führt allerdings die Oberschwester Ratched (Louise Fletcher) ein strenges Regiment und erzieht die Insassen zu Ruhe und Gehorsam – falls nötig mittels brutalster Bestrafung. McMurphy aber will sich nicht unterjochen lassen und rebelliert in jeder sich bietenden Situation. Als er schließlich gemeinsam mit dem Indianer Chief Bromden (Will Sampson) einen Plan zur Flucht ersinnt, kommt es zum Eklat. Denn in der Nacht vor dem Ausbruch zettelt McMurphy eine Party an, die in einer Katastrophe endet.

About Schmidt

Warren Schmidt (Jack Nicholson) steht nach seiner Pensionierung vor einer Lebenskrise. Als kurz darauf zudem seine Ehefrau stirbt, gibt er sich gänzlich der Verwahrlosung hin. Die Brieffreundschaft mit dem tansanischen Jungen Ndugu verleitet ihn schließlich dazu, Orte seiner Kindheit aufzusuchen. Letztendlich führt ihn seine Reise zu seiner Tochter Jeannie (Hope Davis), die kurz vor ihrer Hochzeit mit ihrem Verlobten Randall (Dermot Mulroney) steht. Warren missbilligt die Beziehung und rät seiner Tochter zunächst von der Hochzeit ab, muss aber einsehen, dass Jeannie längst ihr eigenes Leben lebt.

Chinatown

Jake Gittes (Jack Nicholson) ist ein erfolgreicher Privatdetektiv und hat alles im Griff. Als allerdings eine gewisse Mrs. Mulwray bei ihm auftaucht und ihm den Auftrag erteilt, ihren untreuen Ehemann auszuspionieren, gerät alles durcheinander. Zwar kann Gittes den Mann auf frischer Tat ertappen, allerdings muss er bald einsehen, dass die Frau, die sich für Mrs. Mulwray ausgab, gänzlich andere Ziele verfolgt. Als er wenig später den ermordeten Mr. Mulwray auffindet, ahnt Gittes, dass der Fall wesentlich komplexer ist als zunächst gedacht. Bald kommt er einem Komplott auf die Spur.

  • 1975: Oscar für bestes Originaldrehbuch
  • 1975: BAFTA-Awards für besten Schauspieler, beste Regie und bestes Drehbuch
  • 1975: Golden Globes für besten Film, beste Regie, besten Schauspieler und bestes Drehbuch
  • 2007: Aufgeführt auf der AFI-Liste der 100 besten englischsprachigen Filme (Platz 21)

Filmografie: Alle Filme von Jack Nicholson

1969: Easy Rider
1970: Einst kommt der Tag
1970: Five Easy Pieces – Ein Mann sucht sich selbst
1970: The Rebel Rousers
1971: A Safe Place
1971: Die Kunst zu lieben
1972: Der König von Marvin Gardens
1973: Das letzte Kommando
1974: Chinatown
1975: Beruf: Reporter
1975: Tommy
1975: Mitgiftjäger
1975: Einer flog über das Kuckucksnest
1976: Duell am Missouri
1976: Der letzte Tycoon
1978: Der Galgenstrick
1980: Shining
1981: Wenn der Postmann zweimal klingelt
1981: Reds
1981: Notre Dame de la Croisette
1982: Grenzpatrouille
1983: Zeit der Zärtlichkeit
1985: Die Ehre der Prizzis
1986: Sodbrennen
1987: Die Hexen von Eastwick
1987: Wolfsmilch
1987: Nachrichtenfieber – Broadcast News
1989: Batman
1990: Die Spur führt zurück – The Two Jakes
1990: Genial Normal
1992: Man Trouble – Auf den Hund gekommen
1992: Jimmy Hoffa
1992: Eine Frage der Ehre
1994: Wolf – Das Tier im Manne
1995: Crossing Guard: Es geschah auf offener Straße
1996: Jahre der Zärtlichkeit – Die Geschichte geht weiter
1996: Mars Attacks!
1996: Blood and Wine
1997: Besser geht’s nicht
2001: Das Versprechen
2002: About Schmidt
2003: Die Wutprobe
2003: Was das Herz begehrt
2006: Departed – Unter Feinden
2007: Das Beste kommt zum Schluss
2010: Woher weißt du, dass es Liebe ist

5 Dinge, die du noch nicht über Jack Nicholson wusstest

1. Er dachte viele Jahre, dass seine Mutter seine Schwester ist

Über viele Jahre hinweg wusste Jack Nicholson nicht, wer seine Mutter ist. Da seine Mutter mit nur 17 Jahren unehelich schwanger wurde, wurde dem kleinen Jack erklärt, dass es sich bei ihr um seine Schwester handelt – im Umkehrschluss wurde ihm seine Großmutter als Mutter präsentiert, um die Ehre der Familie zu wahren. Erst im Alter von 37 Jahren erfuhr Nicholson die Wahrheit über die Familienverhältnisse – jedoch nicht von seiner Mutter selbst, sondern ausgerechnet von einem Journalisten.

2. Er ist ein heißer Oscar-Anwärter

Jack Nicholson war in seiner langen Karriere bereits 12 Mal für den Oscar nominiert – nur Meryl Streep bringt es auf einen höheren Wert von 21 Nominierungen. Abholen durfte er sich den begehrten Goldjungen drei Mal: Für seine Darbietungen in “Einer flog über das Kuckucksnest“, “Zeit der Zärtlichkeit” und “Besser geht’s nicht”.

3. Sein Durchbruch war reiner Zufall

Dass Jack Nicholson mit “Easy Rider” seinen Durchbruch und seine erste Oscar-Nominierung feiern durfte, verdankt er einem glücklichen Zufall: Nach einem Streit zwischen Rip Torn und dem Regisseur Dennis Hopper warf letzterer Torn kurzerhand aus dem Film. Neu besetzt wurde die Rolle danach mit Jack Nicholson. Wie heißt es doch so schön? Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.

4. Er wäre beinahe Comiczeichner geworden

Um ein Haar wäre Jack Nicholson Comiczeichner bei Hanna-Barbera (u.a. “Scooby Doo” und “Die Jetsons”) geworden. Er hatte sein erstes Engagement in Hollywood in eben jenem Trickstudio und wurde von den Besitzern aufgrund seiner hervorragenden Arbeit gefragt, ob er nicht dauerhaft Mitarbeiter im Studio werden wolle. Nicholson lehnte den Job jedoch ab, da er sich lieber als Schauspieler vor der Kamera versuchen wollte.

5. Sein Scheck war höher, als der von Batman

Obwohl Michael Keaton der Hauptdarsteller im Film “Batman” von 1989 war, kassierte Jack Nicholson für seine Rolle als Bösewicht Joker deutlich mehr Geld. Darüber hinaus war er schlau genug, sich vertraglich eine Beteiligung an den Einnahmen des Merchandise zu sichern, denn auf diese Weise brachte ihm der Film rund 75 Millionen US-Dollar ein.

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